Milliarden-Projekt: Mainzer Uni-Medizin wird fast komplett neu gebaut

Die Universitätsmedizin Mainz wird mit einem Milliarden-Budget modernisiert. Der Standort soll damit eine „Strahlkraft entwickeln, die weit über die Landesgrenzen hinauswirkt“.

Milliarden-Projekt: Mainzer Uni-Medizin wird fast komplett neu gebaut

Weichenstellung für die Zukunft: Um die Universitätsmedizin Mainz zu stärken und weiterzuentwickeln, investiert das Land Rheinland-Pfalz mehr als zwei Milliarden Euro in deren Umbau. Dieser kommt quasi einem Neubau gleich und wird mit Hilfe eines „Masterplans“ gestaltet.

Das ist geplant

Es sei nun an der Zeit, die Unterbringung der Universitätsmedizin auf ein neues Niveau zu heben, erklärte Gesundheits-Staatssekretär Dr. Denis Alt, der gemeinsam mit Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) das Bau-Vorhaben präsentierte. Kernstück der Masterplanung ist ein zentraler Bau für die Krankenversorgung im südwestlichen Teil des Campusgeländes, der sich direkt an die denkmalgeschützte Mitte um den Park anschließen wird. Die aktuelle Planung sieht vor, dass der Baubeginn für den noch zu planenden Zentralbau 2026 sein wird. Dessen Fertigstellung kalkulieren die Verantwortlichen auf das Jahr 2031. „Weitere Baumaßnahmen, die konkreter Bestandteil der Baumasterplanung sind, sollen aus heutiger Sicht bis 2040 umgesetzt sein“, so Alt.

Um die benötigten Flächen abzubilden, soll der Zentralbau einen dreigeschossigen Sockel haben und darauf Bettenhäuser, in denen ein großer Teil der Pflegeflächen der Universitätsmedizin Mainz Platz finden werden. In weiteren Bauabschnitten soll eine Erweiterung der allgemeinen Flächen der Krankenversorgung erfolgen und schließlich ein Eltern-Kind-Zentrum angeschlossen werden, das die bisherige Kinderklinik und Gynäkologie ersetzt. So soll der Zentralbau die medizinische Nutzung bündeln und außer der Kinderklinik insbesondere Gebäude der Neurologie, chirurgischer Fächer und der Urologie ersetzen, die langfristig entfernt werden.

Die denkmalgeschützten Klinikpavillons um den Park werden erhalten und weiter genutzt. Auch soll der Park das „Herzstück“ des Klinikums bleiben. Entlang der Langenbeckstraße, auf dem Gelände der ehemaligen Hautklinik, wird ein Lehrzentrum entstehen. Und östlich der Langenbeckstraße wird der gesamte Bereich als Forschungscampus neu errichtet. Der Zentralbau soll bereits 2031 fertiggestellt sein.

Wie die Verantwortlichen angeben, sei bei den heutigen Preisen davon auszugehen, dass für die Bauten – Interimsbauten, Neubauten und Umstrukturierungen im Bestand – insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro aufgebracht werden müssen. Inklusive wahrscheinlich nötig werdender Investitionen in die unterirdische Infrastruktur, wie etwa Versorgungsgänge und der Ersteinrichtung der Gebäudeflächen, gehe man von etwa 2,2 Milliarden Euro aus, so die Verantwortlichen. Aktuell seien die Baukostenentwicklungen für die kommenden Jahre aber noch schwerer vorherzusagen als bisher.

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