Eckhaus am Münsterplatz: Wie geht es weiter?

Die Aufwertung des Münsterplatzes soll in Zukunft weiter Gestalt annehmen. Deswegen soll auch das Eckgebäude in der Großen Bleiche an der Ecke zur Bahnhofstraße umgebaut werden. Doch wann geht es hier mit den Arbeiten überhaupt los?

Eckhaus am Münsterplatz: Wie geht es weiter?

Nach der Neugestaltung des Münsterplatzes und der Bahnhofstraße will die Stadt Mainz auch das Eckgebäude in der Großen Bleiche 1 umbauen. Somit soll der nächsten Schritt zur Aufwertung des „Eingangstors in die Innenstadt“ erfolgen. Vor mehr als drei Jahren erwarb die Stadt Mainz deshalb das Grundstück von der Stadt Wiesbaden. Unter der Maßgabe, einen festgelegten Plan einzuhalten, in dem das Gebäude umgebaut werden soll, verkaufte die Stadt Mainz damals das Gebäude wiederum an einen privaten Eigentümer.

Abriss verschoben

Für die Neugestaltung wurden dann noch im Jahr 2019 verschiedene Architekturbüros beauftragt, Entwürfe vorzulegen. Am Ende konnte sich das Architektenbüro „Landes&Partner“ aus Frankfurt mit seinem Entwurf „INSULA Verde“ durchsetzen. Dabei sollte unter anderem die markante Form des Eckgrundstücks erhalten bleiben. In dem geplanten sechsstöckigen Gebäude sollte Raum für Büros, Gewerbeeinheiten und Wohnungen entstehen. Als Highlight war dabei eine für alle Mieter zugängliche Dachterrasse vorgesehen, die vollständig bepflanzt werden sollte. „Das Haus wird sich durch seine großen Schaufenster, die außen bronzierten Fenster und die grüne Dachterrasse gut in das Umfeld rund um den Münsterplatz einfügen“, erklärte Michael A. Landes, Gründer des siegreichen Architekturbüros „Landes & Partner“, bei Präsentation des Gewinnerentwurfs 2019.

Doch getan hat sich seitdem immer noch nichts. Leser Frederik fragt nun deshalb: „Was passiert mit dem Gebäude Münsterplatz/Ecke Große Bleiche?“ Für ihn sei das Gebäude aktuell jedenfalls „ein totaler Schandfleck“, so Frederik. Während Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) 2019 noch einen Abriss für 2020 in Aussicht gestellt hatte, gab die Stadt Mainz dann im Herbst letzten Jahres bekannt, dass es kein konkretes Datum für einen Abriss gebe.

Schock-Nachricht für Stadt

Wenig später dann der Schock: Im Dezember musste die Stadt verkünden, dass der bisherige Investor von dem Bauvorhaben zurücktritt. „Trotz der guten Gespräche führten die schwierigen Rahmenbedingungen des Vorhabens schließlich dazu, dass die Investorenfamilie nach einjähriger Sondierung ihr Interesse an der gemeinsamen Projektentwicklung zurückgezogen hat. Die Stadtverwaltung akzeptiert diese Entscheidung selbstverständlich, insbesondere in den derzeit wirtschaftlich unsicheren Coronazeiten.“ Nichtdestotrotz bedauere die Stadtverwaltung diesen Schritt auch aufgrund der jahrlangen vertrauensvollen Zusammenarbeit, hieß es zuletzt von Seiten der Stadt.

Dennoch sei man festentschlossen, an diesem wichtigen Ort der Stadtentwicklung eine passende Lösung zu finden. Hierfür würden Gespräche mit verschiedenen anderen Investoren geführt. „Die Stadtverwaltung ist daher sehr zuversichtlich, bald einen neuen Partner für die erfolgreiche Fortsetzung dieses enorm wichtigen Projektes zu finden“, so die Verwaltung. Wie Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr auf Anfrage von Merkurist mitteilt, sei dies auch aktuell Stand der Dinge. So bleibt die Zukunft des Bauvorhabens also vorerst offen.

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