Finther Landstraße in Mainz gesperrt: Anwohner verärgert

Die Finther Landstraße in Mainz-Gonsenheim ist für mehrere Monate abschnittsweise voll gesperrt. Für viele Anwohner kam die Sperrung aber offenbar überraschend.

Finther Landstraße in Mainz gesperrt: Anwohner verärgert

Seit Anfang der Woche ist die Finther Landstraße in Mainz-Gonsenheim teils voll gesperrt. Zwischen der Hausnummer 75 und dem Viermorgenweg ist kein Durchkommen mehr möglich, weder für Auto- noch für Radfahrer.

Stattdessen wurden großräumige Umleitungen von und nach Finthen eingerichtet, was vor allem im Berufsverkehr für Staus und Verkehrsbehinderungen sorgt. Passieren kann man die Baustelle lediglich zu Fuß, wie die Mainzer Stadtwerke zuvor mitteilten.

Baustelle bis Sommer

Grund für die Baustelle sind Leitungsarbeiten. Sowohl die Mainzer Netze als auch der Wirtschaftsbetrieb und der Straßenbetrieb der Stadt Mainz arbeiten hier. Noch bis voraussichtlich Ende Juli wird nun gebaut. Im Sommer dann wird eine Baustelle einige Hundert Meter weiter Richtung Finthen eingerichtet. Hier wird dann auf Höhe des Rückhaltebeckens in der Gonsenheimer Straße für eine Woche lang die Straße voll gesperrt.

Zwar wurden an einigen Stellen Schilder aufgebaut, für einige Anwohner kam die Straßensperrung offenbar dennoch überraschend. Nicht nur Merkurist-Leserin Uta wundert sich in einem Snip über die Maßnahme. Stellvertretend für mehrere Anwohner schreibt zudem Stefan, dass auch die Bewohner der dahinterliegenden Max-Planck-Straße nicht von der Sperrung vorab informiert worden seien. Sie hätten sich ein separates Schreiben gewünscht, in dem über die Baumaßnahmen aufgeklärt werde. So könnten einige Zufahrten zu Garagen oder auch Zugänge nicht mehr genutzt werden.

„Die betroffenen Anwohner können also entsprechend nicht mehr ihre Stellplätze und Garagen verwenden beziehungsweise ihre Autos aus den Garagen holen. Zudem ist eine Leerung der Abfälle inklusive Papiercontainer nicht mehr möglich“, sagt Stefan.

Anwohner „vergessen“ worden

Doch inzwischen ist jetzt Bewegung in die Angelegenheit gekommen. Wie Stefan sagt, habe er sich an den Gonsenheimer Ortsvorsteher Josef Aron gewandt, der ebenso über den Vorgang verwundert gewesen sei. Aron wiederum habe dann Kontakt zu den Verantwortlichen bei den Mainzer Netzen hergestellt. Schließlich habe sich herausgestellt, dass die betroffenen Anwohner der Max-Planck-Straße bei der Planung „vergessen“ worden sind.

„Auf jeden Fall wurde schnell dahingehend reagiert, dass den betroffenen Haushalten ein Schreiben in die Briefkästen geworfen wurde. Darin wurde zugesichert, dass der direkte Einfahrtsbereich zu den (privaten) Garagen von Barrieren freigeräumt und somit die Zufahrt – trotz Vollsperrung –gewährleistet werden wird“, so Stefan gegenüber Merkurist.

Lediglich die Schranken beziehungsweise die Barrieren Richtung Finthen müssten beim Befahren von den Anwohnern jeweils geöffnet und geschlossen werden. Sofern dies in der Praxis tatsächlich umgesetzt und während der langen Dauer der geplanten Arbeiten bis Ende Juli funktionieren sollte, habe sich die Angelegenheit seines Erachtens erledigt, sagt Stefan. Natürlich aber hätte der Unmut der betroffenen Anwohner über die überraschende Absperrung bei einer besseren Planung und Kommunikation verhindert werden können, so Stefans Fazit.