Schutz vor Anschlägen: Mainz bekommt neue Poller

Insgesamt zehn neue Anlagen geplant

Schutz vor Anschlägen: Mainz bekommt neue Poller

Amokfahrten wie die in Trier im Dezember 2020, bei der ein Mann mit einem Geländewagen durch die Fußgängerzone raste und mehrere Menschen tötete, bleiben im Kopf. Damit sich die Mainzer sicherer fühlen und besser vor solchen Anschlägen geschützt sind, installiert die Stadt am Montag (14. März) neue Poller. Sie sind Teil eines Schutzkonzeptes, das jetzt umgesetzt wird.

Insgesamt sollen in der Mainzer Innenstadt ab dem Frühjahr an zehn Standorten permanente Sperreinrichtungen eingebaut werden, heißt es in einer Mitteilung am Freitag. Die ersten beiden Anlagen werden am Montag in der Fuststraße und an der Liebfrauenstraße gebaut. Abgeschlossen sein werden die Bauarbeiten voraussichtlich in drei Wochen, es werden bis dahin Umleitungen eingerichtet.

Anders als die vereinzelt im Stadtgebiet bereits installierten Versenk-Poller, die beim Öffnen senkrecht in den Untergrund fahren, handelt es sich bei den neuen Anlagen um ein anderes System. Die Poller sind horizontal verschiebbar, müssen weniger tief eingebaut werden und stören deshalb nicht die Leitungen im Untergrund, so die Stadt. An den Anlagen sorgt dann eine bestimmte Technik dafür, dass Berechtigte auch außerhalb von Lieferzeiten ohne Probleme durchkommen. Das System soll auch in der Lage sein, Autos aufzuhalten, die unerlaubt in die Innenstadt fahren wollen.

„Der Zufahrtsschutz ist ein neuer Baustein im Erscheinungsbild und der Funktion der Innenstadt, mit dem alle Beteiligten in der Anfangsphase den Umgang werden lernen müssen“, heißt es dazu in der Mitteilung der Stadt. „Gleichwohl erhöht es signifikant das Sicherheitsniveau bei Veranstaltungen wie der Mainzer Johannisnacht und anderen großen Festen.“ Das Projekt wird vom Innenministerium gefördert, da die Stadt Mainz Modellkommune ist.

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