Was mit dem Fort Hartenberg passiert

Die ehemalige Peter-Jordan-Schule musste schon weichen. Teile des Fort Hartenbergs könnten folgen. Wie es mit dem Projekt „Wohnen am Hartenbergpark“ und den Überresten des Forts weiter geht, erfahrt Ihr hier.

Was mit dem Fort Hartenberg passiert

270 neue Wohnungen und eine Kita: Bis 2021 wird auf und neben dem Gelände der ehemaligen Peter-Jordan-Schule mit „Wohnen am Hartenbergpark“ eines der größeren Bauprojekte in Mainz realisiert. Momentan arbeiten aber noch Archäologen auf der Baustelle. Sie haben Teile des Fort Hartenbergs freigelegt und erforschen sie. Merkurist-Leser Thomas sorgt sich wegen der Bauarbeiten um die Zukunft des Forts:

Nachdem Thomas einen Snip zu dem Thema erstellte, meldeten sich sofort mehrere Merkurist-Leser zu Wort und forderten eine Erhaltung des Forts:

Zuständig für das Bauprojekt sind die emag GmbH und die Wohnbau Mainz. Gegenüber Merkurist erklärt Martin Dörnemann, Geschäftsführer der emag GmbH: „Mit der Landesarchäologie wurde ein fester Zeitplan abgestimmt, wonach sie für ca. sechs Monate archäologische Untersuchungen vornehmen. Vereinbart wurde, dass die Arbeiten Ende des Jahres abgeschlossen sind.“ Das eigentliche Bauprojekt, der Bau von mehreren Wohnungen, verlaufe bis jetzt planmäßig.

Ausgrabungen laufen noch

Bei den Ausgrabungen konnten Gebäudeteile des Fort Hartenbergs gefunden werden. Allzu viel habe man bis jetzt aber noch nicht herausfinden können, da man mit den Ausgrabungen noch ziemlich am Anfang stehe, erklärt Dr. Marion Witteyer, Leiterin Außenstelle Mainz Direktion Landesarchäologie der GDKE.

„Wir können allerdings erkennen, dass es verschiedene Bauphasen gab und haben entsprechende Gebäudeteile aus der Gründungszeit im 19. Jahrhundert ausgegraben bis zum Abbruch im 20. Jahrhundert“, so Witteyer.

Auf die Frage, ob Teile des Forts abgerissen werden müssen, gibt es eine klare Antwort. „In der Tat haben wir Bereiche, die erhalten bleiben können. Dafür verzichten die Bauherren sogar auf Parkplätze, aber es müssen natürlich auch Bereiche entfernt werden, wo die Gemäuer der Fortanlage auf die geplanten neuen Wohnungen treffen“, so Dr. Marion Witteyer. Das Fort werde demnach soweit wie möglich erhalten werden, auch wenn es aus konservatorischer Sicht, also für die Erhaltung, vom Erdreich wieder bedeckt werden müsse. (rk)

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