Von jetzt auf gleich war der Zutritt zur Grünanlage oberhalb des Fort Hauptsein nicht mehr möglich. Gitter versperren von beiden Seiten den Zugang zur „Allee der Zukunft“. Diese Allee ist ein Überbleibsel vom Tag der Deutschen Einheit 2017 in Mainz. 16 Bäume für die 16 Bundesländer waren als „Freiheitsbäume“ aufgestellt worden. Die rheinland-pfälzische Staatskanzlei schenkte die 16 Bäume der Stadt Mainz, die pflanzte die Bäume in den Martin Luther King-Park.
Nun also kein direkter Zutritt mehr für Radelnde und Zufußgehende. Sie müssen Umwege in Kauf nehmen, um zu den Bänken, zur Tischtennisplatte, zum Bouleplatz und zu den Spielflächen für Fuß- und Basketballer sowie zum Vereinshaus des Martin Luther King Park-Vereins zu kommen.
Lange gesucht: Ein Investor
Vom Bahnhof kommend weisen Umleitungsschilder den Weg, über die Benjamin Franklin- und die Thomas Jefferson- zur Fritz Bockius-Straße. Aus Richtung Bruchwegstadion kommend endet der Weg vor den Gittern, ohne Hinweisschilder. Anwohner berichten, hier sollen zwei Häuser gebaut werden, die Baugenehmigung sei bereits vor vielen Jahren erfolgt, es habe sich lange kein Investor gefunden. Vor einigen Wochen wurden zwei alte Pappeln gefällt, Mitarbeiter der Direktion Kulturelles Erbe waren zugange, eine Plakatwand wurde aufgestellt. Die darauf abgebildeten Fotos lassen erkennen, was hier geplant ist. Zwei „Torhäuser“ werden gebaut. Das Projekt wird gemeinsam von der Fischer & Co. GmbH & Co. KG und der Deutsche Bautec Baumanagement GmbH (DBB-Gruppe) getragen. Fischer & Co. ist für die kaufmännische und die DBB-Gruppe für die technische Projektabwicklung verantwortlich, so die Infos auf den entsprechenden Webseiten.
Ideale Lage
In den beiden „Torhäusern“ entstehen 32 Wohneinheiten, mit einer Wohnfläche von 55 qm bis 115 qm. Die Kaufpreise werden mit 375.000 € - 1.495.000 € beziffert. Der Vertrieb der Wohnungen soll im Februar 2026 begonnen haben. Zum Projekt gehört der Bau einer Tiefgarage. Angeboten werden weitere 30 Stellplätze für Fahrzeuge. Die Lage der Torhäuser ist ideal: Hauptbahnhof und Innenstadt sind fußläufig zu erreichen, zur JGU und zur Universitätsmedizin ist es nicht weit. Gleichzeitig erlaubt die erhöhte Lage eine gute Aussicht in alle Richtungen. Die zuführenden Straßen sind keine Durchgangsstraßen, entsprechend ruhig ist die Wohnlage. Bezugsfertig sollen die Wohnungen im Juni 2026 sein. Sind die Bauarbeiten abgeschlossen, sollte auch der direkte Zugang zur Grünanlage wieder möglich sein.