Was passiert auf dem Nestlé-Gelände?

Ende 2017 wurde das Nestlé-Werk im Mombacher Industriegebiet geschlossen. Ein Leser fragt sich nun, was mit dem Gelände passiert.

Was passiert auf dem Nestlé-Gelände?

Seit zwei Jahren hat das „Nestlé“-Werk in Mombach geschlossen. Wo früher noch Kaffee- und Kakaopulver produziert wurden, ist heute von dem Fabrikgebäude nichts mehr zu sehen. Doch das wird sich ändern: Bis 2021 wird in der Rheinstraße eine Gewerbe- und Logistikimmobilie entstehen.

Neuer Eigentümer des ehemaligen „Nestlé“-Geländes ist die „Four Parx GmbH“. Das Unternehmen habe das „Nestlé-Areal“ erworben, um darauf den „Four Parx Mainz“ zu errichten, erklärt Sönke Ingwersen, Sprecher der „Four Parx GmbH“. Bei dem Neubau stehe die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Das wird laut Webseite auch in der Bauweise des neuen Gebäudes umgesetzt: zum Beispiel soll eine Fassadenbegrünung einen positiven Einfluss auf das Gebäudeklima haben und zudem auch den Co2-Verbrauch reduzieren.

Sprecher: „Fertigstellung für Juli 2021 geplant“

Geplant ist ein Gebäude mit modernem Design, das dreifach benutzt werden kann: Das bedeutet eine unmittelbare Autobahnanbindung, eine eigener Hafen und eine Schiffsanlegestelle mit Containerumschlagslager. „Die Fertigstellung ist für Juli 2021 geplant“, sagt Ingwersen. Aktuell werden noch künftige Mieter gesucht. Entstehen sollen unter anderem bis zum nächsten Jahr insgesamt 24.000 Quadratmeter Hallenfläche und rund 900 Quadratmeter für Büros.

Bis Ende 2017 wurden in der 1958 gegründeten Mainzer Niederlassung der „Nestlé Deutschland AG“ in Mombach mehrere Sorten des löslichen „Nescafé“ und das Kakaogetränk „Nesquik“ produziert. In Mainz gehörte „Nestlé“ damit zu den größten Arbeitgebern. Die Schließung, die 2016 bekannt gegeben wurde, sorgte damals für Ärger: Die Nachricht sei ohne jeglichen Vorlauf gekommen, erklärte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am 17. März 2016. „Wir verlieren ein Traditionsunternehmen. Das ist ein rabenschwarzer Tag für Mainz.“

Die Zukunft des „Cargill“-Geländes steht unterdessen schon seit einem Jahr fest (wir berichteten). Die Speditionsfirma Frankenbach aus Mainz-Kastel hat das Areal gekauft. Christian Frankenbach bestätigte den Kauf im vergangenen Jahr gegenüber Merkurist und sagte: „Wir planen einen konventionellen Hafenumschlag mit Projektladung und Schüttgütern.“ (df)

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