Was in das neue Gebäude auf dem Schott-Gelände kommt

Dass der Technologiekonzern Schott seinen Standort ausbaut, ist in Mombach in der Hattenbergstraße deutlich zu sehen. Schon seit September 2018 sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Aber was kommt in das neue Gebäude?

Was in das neue Gebäude auf dem Schott-Gelände kommt

Viele Passanten fragen sich, was mit dem neuen Gebäude der Schott AG in der Hattenbergstraße passieren soll. Schon seit vergangenem Jahr ist auf dem Werksgelände von Schott eine Baustelle. Nachdem die alten Gebäude auf dem Baugrund abgerissen und der Boden geebnet worden war, konnte Anfang September 2018 der erste Spatenstich für die Bauarbeiten gesetzt werden.

Diese Abteilung zieht ein

Nach Angaben von Schott-Sprecher Jonas Spitra sollen mit dem neuen Gebäude die Kapazitäten im Bereich Optik ausgebaut werden. Die Schott AG erhofft sich durch den neuen Standort eine Verbesserung der Anfertigungsabläufe und ein höheres Produktionsvolumen. Das Haus soll der neue Standpunkt für ein sogenanntes CNC-Bearbeitungszentrum mit zugehörigen Messtechniken werden. CNC ist die Abkürzung für „Computerized Numerical Control“-Werkzeugmaschinen. Mit den elektronisch gesteuerten Maschinen sollen Glaskeramikteile präzise bearbeitet werden.

„Grund für den Ausbau ist vor allem die hohe Nachfrage nach Zerodur-Glaskeramik aus der Hightech-Industrie, sowie der Großauftrag zur Fertigung von Spiegel-Segmenten für das größte Teleskop der Welt“, berichtet Jonas Spitra. Zerodur ist eine von Schott entwickelte Glaskeramik, die vor allem für Spiegelträger in astronomischen Teleskopen eingesetzt wird. Die europäische Südsternwarte ESO benötigt die Zerodur-Glasdynamik nun, um das sogenannte „Extremely-Large-Telescope“ (ELT) auf einem Berggipfel in der Atacama-Wüste in Chile zu bauen. Schott liefert dafür 949 gläserne Trägersegmente für den Hauptspiegel, sowie die Träger für weitere ELT-Spiegel.

„Neben der Astronomie ist der außergewöhnliche Werkstoff auch in anderen technischen Anwendungen, in denen eine extrem niedrige thermische Ausdehnung und Präzision von entscheidender Bedeutung sind, Material der Wahl. Beispielsweise in der Luftfahrt oder Messtechnik“, erläutert Jonas Spitra.

Kapazitäten, Kosten und Projektbeginn

Die Produktion im neuen Gebäude soll Ende diesen Jahres oder Anfang des nächsten Jahres starten. Mehr als 30 Millionen Euro möchte der Technologiekonzern für die Erweiterung der Kapazitäten im Bereich Optik investieren. „ Mit einem der größten Investitionsprojekte der letzten Jahre am Standort Mainz wollen wir die Optik weiter auf Wachstumskurs halten“, sagt der Schott-Vorstandsvorsitzende Dr. Frank Heinrich. Spitra schätzt, dass durch die Investition mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen werden können. „Für uns ist das ein klares Bekenntnis an die Region und die Zukunft des Produktionsstandortes Mainz.“ (pk)

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