Verbraucherportal: Kartenzahlung kann teuer werden

Bargeldloses Zahlen kann teuer werden - das fand ein Verbraucherportal bei einer bundesweiten Untersuchung heraus. Wir haben die Sparkasse Mainz gefragt: Wie kann man anfallende Gebühren verhindern?

Verbraucherportal: Kartenzahlung kann teuer werden

Das Bargeld lieber im Portemonnaie lassen und mit Karte zahlen: Das raten Experten in der Corona-Krise. Doch laut dem Verbraucherportal „biallo.de“ könnte genau das schnell teuer werden. „Jede zweite Bank kassiert beim bargeldlosen Zahlen“, heißt es. Dafür seien 380 Sparkassen und 440 VR-Banken untersucht worden. Teilweise würden Banken bis zu 70 Cent pro Bezahlvorgang kassieren.

Auch in Rheinland-Pfalz sehe das Bild nicht anders aus: So kann laut Biallo das bargeldlose Zahlen bei der Mainzer Sparkasse 49 Cent kosten und ebenso viel bei der Volksbank Alzey-Worms. Andere Banken wurden in der Untersuchung nicht berücksichtigt. Doch warum überhaupt die Kosten?

Sparkasse: Kontomodell entscheidend

Laut Sparkasse Mainz ist der Fall etwas anders, als in der Übersicht dargestellt. „Eine gesonderte Bepreisung für die Zahlung mit der SparkassenCard gibt es bei uns nicht“, so Sprecher Thomas Bach. „Wir haben unterschiedliche Kontomodelle für Privatkunden. In einem dieser Modelle erfolgt die Abrechnung von Buchungen nicht pauschal, sondern als Einzelpostenrechnung.“

Eine Zahlung mit der SparkassenCard löse dann einen solchen Posten aus, wie beispielsweise auch bei einer Überweisung. „In allen anderen Kontomodellen haben unsere Kunden das pauschal bereits inklusive“, so Bach. Das Online-Konto habe etwa eine monatliche Kontoführungsgebühr von 0,- Euro und gehöre damit „zu den günstigsten Konten im Filialbankensegment in ganz Deutschland“, so Bach. Dieses Konto wurde auch von biallo.de ausgezeichnet.

Sechs verschieden Konten

Laut der Sparkasse Mainz kommt es also auf das jeweilige Kontomodell an, wie die Gebühren bei der Kartenzahlung geregelt sind. „Insgesamt können sich unsere Privatkunden zwischen sechs verschiedenen Kontovarianten entscheiden“, so Bach. Fünf davon seien Pauschalmodelle mit jeweils verschiedenen Leistungspaketen. Sollte sich das Nutzerverhalten ändern, sei ein Wechsel jederzeit möglich - ohne Wartezeit und Zusatzkosten. Ein „One-Size-fits-all“-Konto, das für alle Kunden gleichermaßen passe, gebe es in dieser Form allerdings nicht mehr, so Bach. „Dafür ist auch das finanzielle Verhalten heute zu individuell.“ (pk)

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