„Die Kugel“ ist wieder da – mit eigenem Bier

Hauseigenes Bier, rheinhessischer Wein und Barcharakter: „Die Kugel“ in der Hindenburgstraße hat wieder geöffnet. Doch unter den neuen Inhabern hat sich einiges geändert. Wir haben mit ihnen gesprochen.

„Die Kugel“ ist wieder da – mit eigenem Bier

Vor einem halben Jahr schloss „Die Kugel“ in der Mainzer Neustadt. Für den damaligen Inhaber Gerald Lotz waren dafür vor allem gesundheitliche Gründe und die Corona-Krise ausschlaggebend. Doch schon im November war klar: „Die Kugel“ wird zurückkommen. Die jungen Gastronomen Oliver Beck (24), Till Petermann (24) und Marco Bitsch (28) übernehmen das Lokal.

Und jetzt ist es soweit: Anfang April feierte „Die Kugel“ offiziell Wiedereröffnung. Zuvor hatte es schon ein Soft Opening gegeben. Doch eigentlich handelt es sich viel mehr um eine Neueröffnung, denn Aussehen und Konzept der „Kugel“ haben sich stark verändert. „Die ursprüngliche Idee war, den Kneipencharakter beizubehalten, doch im Laufe der Umbauarbeiten hat sich immer mehr ergeben, dass aus der Kneipe eine Bar wird“, sagt Petermann, den Merkurist gemeinsam mit Beck getroffen hat. Die beiden 24-Jährigen sind hauptverantwortlich für den Betrieb.

Neuer Charakter für „Die Kugel“

Eher Bar-typisch: Am Wochenende läuft Musik. Wenn die Stimmung gut ist, könne auch mal getanzt werden. Generell sei das Zielpublikum jünger, doch jeder sei willkommen, so die Betreiber.

Um den offenen Charakter der Bar zu betonen, steht die Theke jetzt auch gegenüber der Eingangstür. „Die Gäste sollen uns direkt sehen, wenn sie reinkommen“, so Petermann. Auch sonst wurde seit Oktober fast alles neu gemacht. So wurden die Wände in der früheren Raucherkneipe neu verputzt und in dunklerem Grün gestrichen. Auch der Boden wurde neu verlegt. Sitzbänke und Theke haben die Chefs selbst gebaut – aus dunklem Eichenholz von alten Asbach-Fässern.

Hauseigenes Bier

Das gilt auch für die Karte: Denn „Die Kugel“ hat jetzt ein hauseigenes Bier. „Ein befreundeter Biersommelier hat uns den Kontakt zu einer Brauerei in Bamberg hergestellt. Die beliefert uns jetzt exklusiv mit unserem Kugel-Bier“, so Petermann. Pils und Helles gibt es vom Fass, Weizen aus der Flasche. Vor allem das Bayerische Helle sei bereits jetzt der Verkaufsschlager. Die Preise sind mit 3 Euro für 0,3 Liter und 4 Euro für 0,5 Liter moderat.

Außerdem stehen Weine vom Gut Spies aus dem rheinhessischen Dittelsheim-Hessloch auf der Karte sowie Longdrinks, Sprizz-Getränke und einfache Cocktails. Bald soll es auch Kaffee und Kuchen geben. Dann würden die Öffnungszeiten angepasst: Aktuell hat „Die Kugel“ jeden Tag von 18 bis 1 Uhr geöffnet, später soll sie schon um die Mittagszeit öffnen. In wenigen Wochen startet auch die Außengastronomie mit Bierzeltgarnituren entlang des Grundstücks.

Benachbarte Gastronomen bieten Hilfe an

Bei der offiziellen Eröffnung sei die Bude schon voll gewesen, die Leute hätten draußen bis oben hin gestanden. „Es hat einfach Spaß gemacht“, sagt Petermann. Besonders schön sei es gewesen, dass auch benachbarte Gastronomen kamen.

Als die jungen Gastronomen das Lokal übernahmen, war noch unklar, ob die „Kugel“ ihren Namen behalten wird. Doch die Entscheidung sei schnell gefallen. „Der Name ist einfach cool. Jeder, der schon länger in Mainz lebt, kennt die Kugel“, so Petermann. Als das Lokal im Jahr 1954 eröffnete, hieß es übrigens noch „Bürgerklause“. Doch weil draußen die Kugelreklame einer Brauerei leuchtete, nannten die Gäste den Laden irgendwann nur noch „Die Kugel“. Eine Leuchtkugel soll bald wieder vor dem Eingang zu sehen sein. „Wenn sie leuchtet, haben wir geöffnet.“

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