Gastronomie „Echt Meenz“ schließt

Seit einiger Zeit ist das „Echt Meenz“ nun schon geschlossen, dabei hatte der Laden nach langer Umbauzeit erst vor zehn Monaten geöffnet. Was steckt hinter der Schließung?

Gastronomie „Echt Meenz“ schließt

Im Oktober letzten Jahres eröffnete das „Echt Meenz“ in der Bahnhofstraße 15. Mit einer Kombination aus Essküche, in der traditionelle (Mainzer) Gerichte serviert wurden, und einem angrenzenden Hofladen, wollte Inhaber Alexander Schäfer Kunden für seinen Laden gewinnen. Wie Schäfer, selbst gebürtiger Mainzer, damals sagte, sollte das „Echt Meenz“ ein Bekenntnis zu einer „guten, regionalen Küche“ sein (wir berichteten). Doch nun hat der Laden geschlossen. Merkurist sprach mit Schäfer, um mehr über die Schließung von „Echt Meenz“ zu erfahren.

Das sind die Gründe

2019 hatte Schäfer die Räume im Bahnhofsviertel übernommen und das „Echt Meenz“ nach aufwendigen Umbauarbeiten Ende 2021 eröffnet. Dass es nun geschlossen ist habe mehrere Gründe, erklärt Schäfer. Allgemein seien die aktuellen Zeiten sehr schwierig für Selbstständige.

Angefangen habe es mit der Pandemie und den einhergehenden Maßnahmen, die für viele Unternehmer existenzielle Herausforderungen mit sich brachten, erklärt Schäfer. Der Krieg in der Ukraine erschwere die Situation weiter. Die Strom- und Gaskosten steigen und die Inflation treibt die Preise für Lebensmittel immer weiter in die Höhe. Gastronomen und Einzelhändler hätten es dadurch immer schwieriger, Gästen preiswerte Produkte anzubieten. Für Echt Meenz als Mix aus Restaurant und Einzelhandel waren es besonders schwere Zeiten, so Schäfer.

Daneben habe sich das Bahnhofsviertel verändert und stark abgebaut. Die damalige Ausgehmeile, auf der sich bis spät in die Nacht Jugendliche aufhielten, sei nicht mehr vorhanden. Aus dem eigenen Umfeld höre er immer wieder, dass eher versucht werde, den Bahnhof zu meiden, als aktiv dort hinzugehen, um den Abend zu verbringen.

Deshalb entschied sich Schäfer Mitte dieses Jahres dazu, „Echt Meenz“ zu schließen.

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