Rechtsextreme in Mainz: Drei Gegendemos angemeldet

Deutlich weniger Einsatzkräfte als vor zwei Wochen

Rechtsextreme in Mainz: Drei Gegendemos angemeldet

Drei Gegendemos mit insgesamt rund 500 angemeldeten Menschen haben sich für Samstag rund um den Mainzer Bahnhofplatz angemeldet. Dort demonstriert erneut die rechtsextreme Neue Stärke Partei (NSP).

Wie ein Sprecher der Mainzer Polizei erklärt, sind bei der rechten Demo bis zu 15 Teilnehmer angemeldet. Anders als bei der Demo vor zwei Wochen habe diesmal nicht die Fraktion Thüringen, sondern die rheinhessische Fraktion die Veranstaltung angemeldet. Sie wurde von 15 bis 18 Uhr angekündigt, das Motto der Demo lautet: „Gegen Polizeiwillkür und linken Terror! Für echte Meinungs- und Versammlungsfreiheit.“

Insgesamt wurden drei Gegendemonstrationen angemeldet: „Kein Nazi-Aufmarsch in Mainz! Wir stellen uns quer!“ mit 300 angemeldeten Teilnehmern in der Schottstraße; „Ob 16.7. oder 30.7.: Ihr seid nicht in Mainz willkommen!“ mit 200 Teilnehmern in der Bonifaziusstraße. Zudem hat die CDU die Gegendemo „Flagge zeigen gegen rechts!“ an der Ecke zum Kaiser-Wilhelm-Ring angemeldet. Dort werden 20 Teilnehmer erwartet.

Die Polizei wird mit deutlich weniger Einsatzkräften vertreten sein als noch vor zwei Wochen, der Hauptbahnhof wird nicht gesperrt. Dafür gebe es drei Gründe. „Bei der letzten Demo war ein Aufzug angemeldet, dieses Mal ist es eine statische Versammlung. Zudem gab es wesentlich mehr Teilnehmer. Und: Dieses Mal müssen wir keine Straßen sperren“, so der Sprecher der Polizei.

Wie die Stadt Mainz mitteilt, gelte wie bereits am 16. Juli eine Allgemeinverfügung. Unter anderem gibt es ein Alkohol- und Glasverbot sowie ein Verbot von Feuerwerkskörpern. Ordnungsamt und Polizei können bei Verstößen eingreifen. Ob es zu Beeinträchtigungen im ÖPNV kommt, ist noch unklar. Bei der Stadt rechnet man nur damit, falls die Zahl der Teilnehmer deutlich zunehmen sollte.

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