Astrazeneca-Stopp: So geht es jetzt in Rheinland-Pfalz weiter

Vorerst keine neuen Termine für Priorität 2

Astrazeneca-Stopp: So geht es jetzt in Rheinland-Pfalz weiter

Nachdem die Bundesregierung am Montag beschlossen hat, das Impfen mit dem Impfstoff von Astrazeneca vorerst auszusetzen, hat die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler am Dienstag bekanntgegeben, wie es mit dem Impfen in Rheinland-Pfalz weitergeht.

Wie die Ministerin sagt, wird nun jeder, der zwischen Mittwoch, 17. März und Samstag, 10. April einen Termin mit dem Stoff von Astrazeneca gehabt hätte, mit dem Wirkstoff von Biontech oder Moderna geimpft. Das betreffe aktuell rund 43.000 Menschen und sei möglich, da Biontech Impfdosen früher als geplant liefern wird. Weitere 100.000 Termine, für die ohnehin die Impfstoffe von Biontech oder Moderna vorgesehen waren, finden wie gewohnt statt. Personen der Prioritätsgruppe 1 können auch weiterhin Impftermine in den Impfzentren mit dem Biontech-Impfstoff vereinbaren.

Termine, die für den heutigen Dienstag vorgesehen waren, müssten dagegen weitestgehend ausfallen. Davon seien rund 5.300 Menschen betroffen, für die zeitnah neue Termine gefunden werden sollen. Alle von der Umstellung betroffenen Personen sowie jeder, dessen Termin abgesagt werden muss, wird per Mail darüber informiert. Personen, die der Priorisierungsgruppe 2 angehören, können außerdem vorerst keine neuen Impftermine mehr vereinbaren.

Grund für den vom Paul-Ehrlich-Institut empfohlenen Impf-Stopp mit dem Astrazeneca-Stoff waren bundesweit sieben Fälle einer speziellen Form von Thrombose in zeitlichem Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung. In Rheinland-Pfalz gab es bisher keinen Fall, so Bätzing-Lichtenthäler.

„Es ist uns wichtig, dass wir transparent und umfassend über die Imfpstoffe informieren. Wenn es Nebenwirkungen geben sollte, dann müssen die Bürgerinnen und Bürger darüber informiert werden“, so die Gesundheitsministerin dazu. Die europäische Arzneimittelbehörde wird dazu nun Untersuchungen durchführen. Wann diese abgeschlossen sein werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

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