Schwerer Unfall auf der A61

Autobahn drei Stunden lang gesperrt

Schwerer Unfall auf der A61

Fast zeitgleich kam es am Freitagnachmittag zu vier Verkehrsunfällen auf der A61. Bei drei der Unfälle entstand lediglich ein Sachschaden, einer endete mit einem Schwerverletzten. Während der dreistündigen Sperrung der Autobahn staute sich der Verkehr zeitweise rund 16 Kilometer lang. Einige Autofahrer missachteten die Rettungsgasse und müssen nun Bußgelder zahlen. Das teilte die Polizei mit.

Gegen 16:40 Uhr ereignete sich zunächst ein leichter Unfall zwischen der Anschlussstelle Bad Kreuznach und dem Nahetal in Fahrtrichtung Koblenz. Deshalb staute es sich. Der 42-jährige Fahrer eines Sattelzugs hielt auf dem rechten Fahrstreifen am Stauende an. Ein 25-jähriger Autofahrer reagierte aus bislang ungeklärten Gründen zu spät und wechselte kurzfristig auf den linken Fahrsteifen, um nicht auf den Sattelzug aufzufahren. Er stieß aber noch mit dem Unterfahrschutz des Aufliegers und der Mittelleitplanke zusammen. Ein 29-Jähriger, der mit seinem Auto auf dem linken Fahrstreifen fuhr, konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte frontal mit dem an der Mittelschutzplanke stehenden Auto.

Der 25-jährige Unfallverursacher konnte sich noch selbst aus dem völlig zerstörten Fahrzeug befreien und wurde anschließend von einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik in Mainz gebracht. Der zweite Autofahrer kam mit leichten Verletzungen davon, der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.

Wie die Polizei mitteilt, bildete der Großteil der Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse im Stau nach dem Unfall. Es gab aber auch Fahrer, die in der Rettungsgasse anhielten, diese durchfuhren oder im Stau wendeten. Besonders dreist sei ein Autofahrer gewesen. Der Mann fuhr durch die Rettungsgasse bis zum Unfall und verlangte, wegen eines wichtigen Termins durchgelassen zu werden. Er wurde ausfällig und beharrte auf seinen Termin. Er und alle anderen Verkehrssünder müssen jetzt mit einem Bußgeld rechnen.

Die A61 wurde erst gegen 19:45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben. Zur Dokumentation des Unfalls wurde auch eine polizeiliche Drohne eingesetzt.

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