Zerschlagung droht: K&U-Bäckereien vor Aus

Zerschlagung der Kette bis Ende 2023

Zerschlagung droht: K&U-Bäckereien vor Aus

Nach Informationen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) stehen die in Edeka-Märkten integrierten „K&U“-Bäckereien vor dem Aus.

Wie es in einer Mitteilung heißt, sorge sich der NGG-Landesbezirk Südwest um die Zukunft der „K&U“-Bäckerei GmbH. Das Unternehmen soll nach Informationen des Betriebsrats bis Ende 2023 zerschlagen werden. „K&U“ ist eine 100-prozentige Tochter der Edeka Südwest mit rund 3500 Beschäftigten. Auch in der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen gibt es etliche Backshops von „K&U“.

Laut NGG-Landesbezirksvorsitzendem Uwe Hildebrandt „ist Edeka Südwest drauf und dran, K&U zu zerlegen. Die Filialen sollen den jeweiligen Edeka-Einzelhändlern zur Übernahme angeboten oder geschlossen werden“. Das sei das Gegenteil von sozialer und unternehmerischer Verantwortung. Für die Beschäftigten drohe eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, denn viele Einzelhändler seien weder tarifgebunden, noch hätten sie einen Betriebsrat. „Wir fordern Edeka Südwest auf, von diesen Plänen Abstand zu nehmen. Es ist ein wirtschaftlicher Irrweg“, so Hildebrandt.

Auf Anfrage von Merkurist teilt Edeka schließlich mit, dass die Verkaufsstellen der Bäckerei K&U künftig als „Markt-Bäckerei“ auftreten. Die Umstellung erfolge sukzessive. Dies treffe sowohl auf an Edeka-Märkte angeschlossene Verkaufsstellen als auch auf Filialen zu, die zum Beispiel in Innenstädten oder an Bahnhöfen betrieben werden. Mit der Übergabe von Verkaufsstellen an selbständige Kaufleute des Verbunds komme Edeka Südwest auch dem genossenschaftlichen Auftrag zur Förderung seiner Kaufleute nach. „Unsere Kaufleute pflegen einen zuverlässigen, fairen und verantwortungsvollen Umgang mit ihren Mitarbeitenden. Dazu gehört auch die leistungsgerechte und faire Bezahlung“, so Edeka-Sprecher Florian Heitzmann abschließend.

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