Britische Corona-Variante: Erste Fälle in Mainz

Gesundheitsamt vermutet sogar mehr als 14 Fälle

Britische Corona-Variante: Erste Fälle in Mainz

Insgesamt 14 Menschen im Landkreis Mainz-Bingen und in Mainz selbst haben sich bisher nachgewiesen mit der britischen Corona-Mutation B.1.1.7 infiziert. Das meldet das Gesundheitsamt am Dienstagnachmittag.

Demnach befindet sich die Virusmutation bereits seit dem 8. Januar in der Region, das habe eine sogenannte Umgebungsuntersuchung bei Corona-Infizierten ergeben. Das Ingelheimer Labor Bioscentia untersucht derzeit alle dort eingehenden positiven Proben auf die Mutationen aus Großbritannien, Südafrika oder Brasilien. Die beiden letztgenannten Mutationen wurden dabei hier bisher noch nicht entdeckt.

Sechs der Infizierten stammen aus Mainz, die übrigen acht leben verteilt im gesamten Landkreis – darunter befindet sich eine fünfköpfige Familie aus dem Kreisgebiet und drei Mitarbeiter einer Firma aus Mainz, die aber nicht alle in Mainz wohnen. Derzeit geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sich diese Personen gegenseitig infiziert haben. Weitere Hinweise darauf, wie die Virusmutation in die Region gelangt ist, gebe es derzeit nicht. Zudem lägen keine Hinweise vor, dass die Mutation von Reiserückkehrern in die Region transportiert wurde.

Fünf weitere Testergebnisse aus der Umgebungsuntersuchung stehen derzeit noch aus. Das Gesundheitsamt Mainz-Bingen geht wegen der regionalen Streuung und des frühen Eintritts der Virus-Variante davon aus, dass die britische Mutation bereits weiter verbreitet ist und noch mehr Fälle auftauchen werden.

Hintergrund

In Großbritannien hat sich in den vergangenen Wochen die mutierte Corona-Variante B.1.1.7 schnell ausgebreitet. Nach ersten Untersuchungen scheint die Virus-Mutation ansteckender als die bisher verbreitete Virus-Variante zu sein, weswegen auch die deutsche Bundesregierung kürzlich vorbeugend strengere Corona-Maßnahmen verkündet hat.

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