Mainzer konstruiert „Stadtauto der Zukunft“

Ein „konsequentes Stadtauto“ soll er sein, der Kuro: Mit nur zwei Metern Länge soll das E-Auto in jede Parklücke quer hineinpassen, und trotzdem in seinem Inneren viel Stauraum bieten. Wir haben mit seinem Designer gesprochen.

Mainzer konstruiert „Stadtauto der Zukunft“

Kurt Rosenthal aus Mombach hat eine Vision: Er will das „Elektro-Stadtauto der Zukunft“ auf den Markt bringen. Ein Auto, das zur Lösung der Verkehrsprobleme der großen Städte beitragen soll. Darum designte er den Kuro, ein nur zwei Meter langer PKW. Somit darf der Kuro sogar quer zur Fahrtrichtung parken. „Er spart so bis zu 50 Prozent Parkfläche ein“, so Rosenthal. Durch seine Höhe von 1,90 Meter macht er den Platz, den er in der Länge spart, nach oben wieder wett. Schiebetüren sollen ebenfalls Platz sparen.

Die Idee zum Kuro kam Rosenthal, als er sich den Smart betrachtete: „Der Smart ist ein tolles Auto, doch er ist mit 2,69 Länge zu groß zum Querparken. Außerdem hat er nur zwei Sitzplätze.“ Den Kuro konzeptionierte Rosenthal sowohl als Zwei- als auch als Dreisitzer. „Der Wagen bietet allen Insassen so viel Platz wie ein Mittelklassewagen - nur die Rückbank fehlt.“ Ein großer Gepäckraum befindet sich über den Köpfen der Insassen, ein weiterer hinter den Sitzen, neben dem Motor. Zusammen fassen sie 460 Liter. Hinzu kommen mehrere Ablagen. 80 Stundenkilometer schnell kann der Kuro fahren, eine Akku-Ladung reicht für 150 Kilometer.

Weniger Parkraum, weniger Feinstaub

„Er braucht weniger Parkraum, macht weniger Feinstaub, weniger Lärm, verringert den Stau und stößt weniger CO2 aus“, erklärt der Filmemacher, Maler und Designer Rosenthal. Mit seiner Frau hat er 26 Jahre in Peru verbracht, dort unter anderem prämierte Dokumentarfilme zum Thema „Sicherheit im Straßenverkehr“ für die Deutsche Welle produziert.

Nun bemüht sich Rosenthal um einen Hersteller für den Kuro, vielleicht ein Start-up. „Ich weiß, dass er relativ einfach zu produzieren ist.“ Ein Lob für seine Idee erhielt er bereits vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Er sei zuversichtlich, dass der Kuro auf Interesse stoßen wird, „besonders, wenn die großen Städte den Individualverkehr zurückdrängen“. Vor allem für Carsharing, Pflegedienste oder kleine Lieferdienste könne er dann besonders nützlich sein.

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