Corona-Ausfälle: Was bedeutet das für den Hechtsheimer Tunnel?

Die vielen Corona-Infektionen machen sich auch bei der Autobahn GmbH bemerkbar. Müssen jetzt sogar Tunnel um Mainz gesperrt werden?

Corona-Ausfälle: Was bedeutet das für den Hechtsheimer Tunnel?

Gesperrte Tunnel wegen Corona? Was erst einmal seltsam klingt, könnte bald durchaus vorkommen. Denn die extreme Personalknappheit wegen Corona-Infektionen, wirkt sich auch auf den Tunnelbetrieb auf Autobahnen aus. Das berichtete der Spiegel schon Ende März (wir berichteten). Betroffen seien demnach vor allem die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland.

Auch auf aktuelle Anfrage von Merkurist teilt die Autobahn GmbH mit: „Der bundesweite Trend steigender Corona-Zahlen spiegelt sich auch unter den Beschäftigten der Autobahn GmbH und damit auch beim Tunnelbetriebsdienst wieder.“ Doch könnten dabei auch bald Tunnel um Mainz herum betroffen sein, wie etwa der Hechtsheimer Tunnel?

„Gefahr besteht derzeit nicht“

Der Sprecher der Autobahn GmbH sagt: „Nein, diese Gefahr besteht derzeit nicht.“ Sollte sich das noch ändern, würde die Öffentlichkeit proaktiv informiert. Wegen der derzeit umgesetzten „Notfallkonzepte in Kombination mit dem Risikomanagement“ sei man aktuell in der Lage, den Personalbedarf sicherzustellen, der für den Tunnelbetriebsdienst notwendig sei. „Sollte dies nicht mehr möglich sein, können zur temporären Abdeckung personeller Engpässe externe Spezialdienstleister eingesetzt werden.“

Beim „Tunnelbetriebsdienst“ handele es sich um kleine spezialisierte Einheiten, die die Teams der Tunnelüberwachung unterstützen, so der Sprecher. „Spezialisierte Einheiten lassen sich naturgemäß nur mit eigens dafür ausgebildeten Fachpersonal ergänzen.“ Oberstes Ziel sei es, Verkehrseinschränkungen soweit wie möglich zu vermeiden.

Mitarbeiter aus Quarantäne geholt

„Als systemrelevanter Infrastrukturdienstleister ist es uns erlaubt, unser Personal flexibler einsetzen zu können“, so der Sprecher. So könne man den täglichen Stundenumfang im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes auf zwölf Stunden erweitern und das Schichtsystem entsprechend anpassen. In Abstimmung mit den Gesundheitsämtern sei es zudem möglich, Personen von der Quarantänepflicht zu befreien und sie unter speziellen Auflagen (Hygienekonzepte, FFP2-Masken) einzusetzen. „Beide Möglichkeiten werden aktuell von uns in der Praxis genutzt.“

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