Landesverdienstorden für fünf Mainzer

Menschen, die sich in besonderer Weise um die Gemeinschaft verdient gemacht haben, erhielten kürzlich den Landesverdienstorden des Landes. Ein Großteil von ihnen kommt aus Mainz.

Landesverdienstorden für fünf Mainzer

Zum 40. Mal wurden Rheinland-Pfälzer ausgezeichnet, die Außergewöhnliches geleistet haben. In diesem Jahr waren etliche Mainzer unter den Geehrten. Der Landesverdienstorden ist die höchste Auszeichnung des Landes.

Verliehen wurde der Orden von Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, in Vertretung von Malu Dreyer. „Durch ihr Engagement haben sie dazu beigetragen, Menschen in Not zu helfen, unser Land weiterzuentwickeln und unsere Gesellschaft zu stärken“, so die Ministerpräsidentin.

Orden für neun Menschen

Neun Menschen aus Rheinland-Pfalz erhielten in diesem Jahr den Orden in der Staatskanzlei, davon kommen fünf aus Mainz und der nahen Umgebung. „Sie sind der soziale Kitt unserer Gesellschaft und Zukunftsgestalter. Die heute geehrten Landesverdienstordensträger stehen für das herausragende Engagement in unserer Gesellschaft“, sagte Staatsministerin Daniela Schmitt. „Dieses Handeln verdient unbedingt eine herausragende Würdigung und Anerkennung.“ Im Mittelpunkt der Auszeichnungen standen sowohl die Flutkatastrophe als auch die Pandemie.

Unter den Preisträgern ist etwa der Leiter der Kinder- Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Fred Zepp. Bereits seit 1998 ist er Mitglied in der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts und seit 2012 im Committee for Human Medicinal Products der EMA. Im Corona-Expertenteam des Landes habe er zudem an der Erarbeitung von Hygieneplänen für Schulen und Kitas in Rheinland-Pfalz mitgewirkt. Zepp gründete außerdem im Jahr 1999 eine Stiftung für Kinder- und Jugendmedizin in Mainz und war unter anderem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin.

Auch Prof. Dr. Klaus Merle, der ehemalige Leiter des Zentrums für Datenverarbeitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), erhielt eine Auszeichnung. Während der Pandemie habe er entscheidend darin mitgewirkt, die JGU in kürzester Zeit für die verstärkte Nutzung digitaler Dienste auszubauen sowie einen datenschutzkonformen Online-Unterricht für Schulen zu ermöglichen.

Klaus Puderbach habe sich über viele Jahre für den Opferschutz sowie für die Umsetzung des Täter-Opfer-Ausgleichs auf Landes- und Bundesebene eingesetzt. Als Leitender Oberstaatsanwalt und in seinen Ehrenämtern habe er sich zudem für das Haus des Jugendrechts in Mainz sowie für die Belange sozial benachteiligter Jugendlicher und die Wiedereingliederung Straffälliger eingesetzt.

Unter den Geehrten ist auch die Mainzerin Astrid Clauss, die sich drei Jahrzehnte lang im Deutschen Gewerkschaftsbund engagiert hatte. Zudem war sie ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht und Sozialgericht Mainz sowie am Landessozialgericht Rheinland-Pfalz.

Heik Zimmermann aus Saulheim wurde für ihren Einsatz als Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Transsexualität und Intersexualität geehrt. 2013 habe Zimmermann zum Beispiel erstmals Beratungsangebote für Familien mit LSBTI- und nichtbinären Angehörigen in Rheinhessen und dem Rhein-Main-Gebiet geschaffen und einen Elterntreff zu dem Thema in Mainz gegründet.

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