Wieder nichts: Biontech-Bosse gehen auch beim Chemie-Nobelpreis leer aus

Preis geht an deutschen Wissenschaftler

Wieder nichts: Biontech-Bosse gehen auch beim Chemie-Nobelpreis leer aus

Auch dieses Mal hat es nicht geklappt: Nachdem die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci schon beim Medizin-Nobelpreis nicht berücksichtigt wurden, ging auch der Chemie-Nobelpreis, bei dem Experten dem Mainzer Unternehmen gute Chancen ausgrechnet hatten, nicht nach Mainz.

Dennoch gibt es aus deutscher Sicht Grund zur Freude. So geht der diesjährige Chemie-Nobelpreis an den Deutschen Benjamin List, der in Frankfurt geboren wurde, und den US-Forscher David MacMillan für die Entwicklung der „asymmetrischen Organokatalyse“, also Methoden zur Beschleunigung chemischer Reaktionen. Das teilt die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit.

Die Organokatalyse werde für die Erforschung neuer Arzneimittel eingesetzt und habe auch dazu beigetragen, die Chemie umweltfreundlicher zu machen. Mithilfe dieser Reaktionen könnten Forscher nun vieles effizienter herstellen, von neuen Arzneimitteln bis hin zu Molekülen, die Licht in Solarzellen einfangen können.

Zuvor hatten Experten auch Biontech gute Chancen eingeräumt, den mit 980.000 Euro dotierten Chemie-Nobelpreis zu bekommen. Denn für ihren Messenger-Impfstoff (MRNA) bildet ein biochemisches Verfahren die Basis für den Corona-Impfstoff.

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