Mainzer Unternehmer gewinnt Deutschen Umweltpreis

Das Mainzer Unternehmen Werner & Mertz ist seit über 150 Jahren in Mainz zuhause. Die Firma produziert unter anderem unweltfreundliche Wasch- und Putzmittel. Dafür steht vor allem die Marke „Frosch“. Nun wurde der Chef des Unternehmens ausgezeichnet.

Mainzer Unternehmer gewinnt Deutschen Umweltpreis

Wer auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein bei seinen Reinigungsprodukten Wert legt, der kommt an der Marke „Frosch“ nicht vorbei. Die Marke gehört zu dem Mainzer Unternehmen „Werner und Mertz“, das seinen Standort in der Mainzer Neustadt hat. Das Engagement für die Umwelt ist in dem Unternehmen Chefsache - nämlich die von Reinhard Schneider. Jetzt wurde Schneider mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.

Einsatz für die Umwelt

Das Mainzer Unternehmen legt bei seinen Produkten Wert auf Nachhaltigkeit und den Schutz der Umwelt. So möchte Schneider mit seinem Unternehmen als „Ökopionier“ hochleistungsfähige Reinigungsprodukte herstellen, die für Menschen und Natur unbedenklich sind. Dafür wurden bis Mai 2019 bereits 266 Millionen PET-Flaschen aus 100 Prozent Altplastik hergestellt und abgefüllt. Ein wichtiges Ziel für Schneider ist auch „das Vertrauen des Konsumenten zu gewinnen“. Aus diesem Vertrauen ergebe sich die Chance, die Nachhaltigkeit aus einer elitären Nische zu holen und ohne Kompromisse mehrheitsfähig zu machen, so Schneider.

Verleihung des Preises

Am Sonntag wurde Schneider nun von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier mit dem Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. „Den Umweltpreis nehme ich mit Freude entgegen und nehme diese Auszeichnung als Ansporn, als Inhaber eines mittelständischen Unternehmens weiter zu zeigen, dass es mit Haltung und echten Lösungen möglich ist, die Herausforderungen unseres Planeten anzugehen“, so Schneider vor der Verleihung gegenüber Merkurist. Er finde, so Schneider, dass man sich als „mittelständisches Familienunternehmen einen längeren Planungshorizont als börsenabhängige Konzerne leisten kann und sollte“.

Die DBU würdigte Schneider wie folgt: Schneider habe mit seiner unternehmerischen Rundum-Nachhaltigkeitsstrategie und hohem persönlichen Engagement den Weg dafür geebnet, dass in einer kompletten Wirtschaftsbranche Umweltinnovationen auf immer höherem Standard hätten etabliert werden können. Er habe konsequent ökologische Produkte in einem Massenmarkt mehrheitsfähiggemacht, lebe Nachhaltigkeit in seinen unternehmerischen Entscheidungen und sichere sich so das Vertrauen der Verbraucher, so die DBU.

Hintergrund

Mit dem 2019 zum 27. Mal verliehenen Deutschen Umweltpreis der DBU – dem unabhängigen, mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas – werden Leistungen von Personen ausgezeichnet, die vorbildlich zum Schutz und Erhalt der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden. Es können Projekte, Maßnahmen oder Lebensleistungen einer Person prämiert werden. (mm)

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