Mainzer „Fridays for Future“-Bühne kommt ins „Haus der Geschichte“

Objekt belegt „eindrucksvoll die internationale Klimaschutzbewegung“

Mainzer „Fridays for Future“-Bühne  kommt ins „Haus der Geschichte“

Die Mainzer Rednerbühne der „Fridays for Future“-Bewegung kommt ins „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“. Das bestätigt eine Mitarbeiterin des Museums in Bonn auf Anfrage von Merkurist.

Laut Dr. Katrin Grajetzki vom „Haus der Geschichte“ ist die Rednerbühne für das Museum interessant, da das Objekt eindrucksvoll die durch Greta Thunberg 2018 ausgelöste internationale Klimaschutzbewegung „Fridays for Future“ dokumentiert. Die Rednerbühne zeige anschaulich die Demonstrations- und Protestkultur, indem alte Wasserkästen zusammengebunden und mit einer Pressspanplatte zu einer Bühne umgebaut wurden.

Wie Grajetzki sagt, seien die Themen des Umwelt- und Klimaschutzes zeitgeschichtlich relevant und daher für das „Haus der Geschichte“ wichtig, diese materiell zu dokumentieren. Die Bühne werde nun in die zeithistorische Sammlung aufgenommen.

Auf die Rednerbühne aufmerksam geworden sei das Museum, weil sich die „Fridays for Future“-Gruppe aus Mainz beim „Haus der Geschichte“ gemeldet und das Objekt angeboten habe. „Wir haben uns gefreut und die Übergabe und die Abholung organisiert“, so Grajetzki. Die Rednerbühne sei aber nicht das erste „Fridays for Future“-Objekt im „Haus der Geschichte“. „Bisher konnten wir schon Transparente und Plakate übernehmen. Mit der Rednerbühne erhalten wir jetzt allerdings ein eindrucksvolles dreidimensionales Objekt“, erklärt Grajetzki.

Auch der Mainzer Klimaschutz-Aktivist und Mitorganisator der „Fridays for Future“-Demos in Mainz, Maurice Conrad, freut sich, dass die Rednerbühne nun im „Haus der Geschichte“ steht. „Die Bühne erzählt die Geschichte des Aktivismus recht gut.“ Im Februar habe man die Bühne gebaut und später dann überlegt, ob sie vielleicht von zeitgeschichtlicher Relevanz sei. Das „Haus der Geschichte“ habe schließlich Interesse gezeigt und sogar einen kleinen Materialwert erstattet. „Wir freuen uns also, dass unsere Bühne in diese zeitgeschichtliche Sammlung aufgenommen wurde“, so Conrad. (df)

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