Warum Ihr Nierstein unbedingt besuchen solltet

Auf der Suche nach einem neuen Ausflugsziel? In unserer Serie stellen wir Euch Orte abseits der großen Städte vor. Heute: Nierstein.

Warum Ihr Nierstein unbedingt besuchen solltet

Der Dom in Mainz, der Mäuseturm in Bingen oder die Kaiserpfalz in Ingelheim – Ausflugsziele gibt es in der Region einige. Doch nicht nur die großen Städte sind einen Besuch wert, es gibt auch kleinere Ortschaften, die etwas zu bieten haben. In einer neuen Serie wollen wir Euch genau diese Orte vorstellen. Los geht es mit Nierstein, der selbst ernannten „Riesling City“ – eine gemütliche, malerische Stadt am Rhein.

Erreichbarkeit

Nierstein ist etwa zwölf Kilometer von Mainz entfernt und über die B9 gut mit dem Auto zu erreichen. Kostenlose Parkplätze gibt es beispielsweise in der Flügelgasse oder in der Straße „Hinter Saal“. Von dort aus lässt sich die Stadt bequem zu Fuß erkunden. Auch mit dem Zug kann man nach Nierstein fahren, die S6 in Richtung Worms/Mannheim fährt zu den Hauptverkehrszeiten alle 30 Minuten vom Mainzer Hauptbahnhof, vom Römischen Theater und von Laubenheim ab. Vom Bahnhof ist es nicht weit in den alten Ortskern oder zum Rheinufer. Weitere Informationen bekommt Ihr hier.

Sehenswürdigkeiten und Einkehr

Für die meisten Besucher wird der Gang durch die Stadt wohl am Rheinufer beginnen, wo man vorbei an einigen Weingütern wunderbar flanieren kann. Ins Auge fällt dann auch schon die auf einem Hügel gelegene katholische Kilianskirche. Die nächste Station ist der alte Ortskern, in dessen Mittelpunkt die evangelische Martinskirche steht. In der Gegend rund um Fronhof, Tempelhof und Marktplatz entdeckt der Gast zahlreiche barocke Adelshöfe, wie zum Beispiel den Haxthäuser Hof oder den Metternich’schen Hof in der Oberdorfstraße.

Wer sich für die römisch-keltische Geschichte interessiert, der kann sich das Sironabad ansehen, eine römische Badeanlage mit Schwefelquelle. Zu finden ist es in der Sironastraße 6, am Ortsausgang in Richtung Oppenheim. Ein Ziel vieler Wanderer ist der mittelalterliche Wartturm. Er ist das Wahrzeichen und liegt in der berühmtesten Weinlage der Stadt, dem Roten Hang. Weitere Informationen zu Niersteins Sehenswürdigkeiten bekommt Ihr hier.

Im Ortskern bietet sich an vielen Stellen auch die Möglichkeit zur Einkehr, zum Beispiel im Gutsausschank im Haxthäuser Hof, im portugiesischen Restaurant „Adega Tapas“, im Weingut Staiger, im Burgerrestaurant „Plan B“ (frühzeitig reservieren!) oder im Weinrestaurant „Civitas“. Auch am Rheinufer gibt es Cafés (zum Beispiel das Eiscafé Morano) und ein paar Weingüter, in denen Ihr eine Pause einlegen könnt. Eine Übersicht findet Ihr hier.

Für Wanderfreunde

Von Nierstein nach Schwabsburg oder über eine Etappe des Rheinterrassen-Wegs bis nach Oppenheim – Wanderrouten gibt es in der Gegend einige. Sie alle bieten einen guten Ausblick über die Stadt oder führen direkt durch ihre schmalen Gassen. Eine Übersicht findet Ihr hier. Wer die Wanderung mit einem Fest verbinden möchte, für den bietet sich die Drei-Türme-Wanderung an, die jedes Jahr am 1. Mai stattfindet. Sie führt auf insgesamt 14 Kilometern zu Trutzturm, Schloßturm und Wartturm.

Zwangsläufig laufen die Wanderer durch die Weinberge in und um Nierstein, zum Beispiel durch den berühmten Roten Hang. Vor rund 280 Millionen Jahren entstand der namensgebende rote Ton- und Sandstein. Vornehmlich wird hier Riesling angebaut. „Aus dem Boden beziehen die Reben ihre Mineralstoffe, die sie bis spät in den Herbst an die Trauben weitergeben. Durch die Hangneigung Süd bis Süd-Ost und die unmittelbare Nähe zum Rhein werden die Sonnenstrahlen über das Wasser an die Hänge reflektiert. Das rote Gestein wird dabei zum Wärmespeicher, von dem die Reben bis in den späten Herbst profitieren“, schreibt der Verein „Wein vom Roten Hang“ über die Weinlage.

Für Festbesucher

Eine Veranstaltung, die viele Besucher anzieht, ist das traditionelle Winzerfest. In diesem Jahr findet es vom 2. bis zum 5. August statt. Nicht nur Weinverkostungen, Konzerte und ein kleiner Jahrmarkt am Rheinufer locken dann nach Nierstein, sondern auch die Ernennung der neuen Weinschöffen, also der Niersteiner Weinbotschafter. Am 2. August werden der Gastronom Helmut Reichert und der Unternehmer Karl Strack in diesen Rang aufgenommen. Auch Julia Klöckner und Roger Lewentz wurden beispielsweise schon zu Weinschöffen ernannt.

Für Weinliebhaber bietet sich auch der Besuch der „Rieslinglounge“ im Roten Hang an. Sie findet jedes Jahr am zweiten Juni-Wochenende statt, dort werden dann die neue Jahrgänge präsentiert. Außerdem gibt es die „Niersteiner Sommernacht“ (dieses Jahr am 17. August unter anderem mit Pietro Lombardi) sowie im September die traditionelle Kerb.

Habt Ihr noch weitere Tipps für einen Besuch in Nierstein? Postet sie unter den Artikel! (rk)

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