Mainzer Netze warnen vor Heizlüftern

Die Stadt Mainz will mit mehreren Maßnahmen Energie einsparen. Nun rufen Politiker und Mainzer Netze auch Privatleute dazu auf, unbedingt Gas und Strom einzusparen. Vor allem auf Heizlüfter soll verzichtet werden.

Mainzer Netze warnen vor Heizlüftern

Die Raumtemperatur wird um 2 Grad gesenkt, sowohl in den Büros als auch den öffentlichen Gebäuden, Turn- und Schwimmhallen werden sogar um 3 Grad kühler, auch die meisten öffentlichen Gebäude werden nicht mehr angestrahlt werden: Um Energie einzusparen, hat die Stadt Mainz nun eine Reihe von Maßnahmen beschlossen (wir berichteten).

Gleichzeitig rief Michael Worch, Geschäftsführer der Mainzer Netze, Privatleute dazu auf, auch zuhause unbedingt Strom und Energie zu sparen. Auf keinen Fall sollen jetzt Heizlüfter angeschafft werden: „Wenn nun in vielen Haushalten Heizlüfter in Betrieb gehen, kommt unsere Stromversorgung an ihre Grenzen“, so Worch während einer Pressekonferenz am Dienstag. Der Grund: Das Stromnetz ist für Spitzen, wie sie die kleinen Öfen verursachen, nicht ausgelegt. „Wenn nun auf einmal zahlreiche Menschen anfangen mit Strom zu heizen, kann sich der Verbrauch in kurzer Zeit verdreifachen.“ Das führe zu einer unkontrollierbaren Überlast. Im schlimmsten Fall könne dann keine gesicherte Stromversorgung mehr garantiert werden.

Was die Mainzer Bürger tun können, um Energie zu sparen? Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) ruft zu folgenden Maßnahmen auf:

  • Raumtemperatur absenken. Eine Reduzierung von einem Grad kann bereits 6 Prozent Kosten einsparen.

  • Eventuell wenig genutzte Räume gar nicht oder nur wenig heizen

  • Heizung nochmal checken lassen

  • Kühlschrank nicht auf höchster Stufe laufen lassen

Wie Ebling zudem mitteilte, werde die Stadt gemeinsam mit den Mainzer Stadtwerken einen Notfallfonds einrichten. Davon sollen Menschen profitieren, die durch die Situation in existenzielle Notlagen geraten. Für schnelle Hilfen würden in einem ersten Schritt eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

Wie Worch von den Mainzer Netzen sagt, sei die Stromversorgung in Mainz auf jeden Fall sichergestellt. Systemrelevante Kraftwerke wie das in Mainz würden immer genügend Gas zur Verfügung haben, das sei gesetzlich sichergestellt. Wenn also der Verbrauch in den üblichen Dimensionen bleibe, werde es keine Probleme geben.

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