Wo bekommen Mainzer nun ihre Booster-Impfung?

Großer Andrang bei den Impfstellen

Wo bekommen Mainzer nun ihre Booster-Impfung?

In Rheinland-Pfalz soll geboostert werden: Alle Menschen über 70 Jahre sind nun per Brief aufgefordert worden, sich die dritte Impfung zu holen. Auch medizinisches Personal soll Impftermine vereinbaren. Seitdem seien „die Praxen kollabiert“, berichtet die Verbandsvorsitzende des rheinland-pfälzischen Hausärzteverbands, Barbara Römer, gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Es habe mehr als 1500 Anrufe und 300 E-Mails an einem Tag gegeben, die erst allmählich abgearbeitet werden könnten.

Die Praxen würden daher zunächst die Impfungen von den über 70-Jährigen, von medizinischem Personal und den immungeschwächten Patienten auffrischen sowie von Menschen, die zuerst mit Johnson & Johnson geimpft worden sind. „Mit den Altenheimen sind wir durch“, so Römer.

Gleichzeitig kündigte der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO) Thomas Mertens in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ eine Booster-Empfehlung für alle über 18 an. Er gehe davon aus, dass die STIKO am Mittwoch erneut darüber beraten wird. Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach sich dafür aus, allen Menschen ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung zu ermöglichen.

Öffnung des Mainzer Impfzentrums

In Mainz ist nun geplant, das Impfzentrum in Gonsenheim wieder zu öffnen, das bisher im Stand-By-Betrieb war. Wann genau das geschehen wird, ist aber noch nicht bekannt (wir berichteten). Bis dahin kann man sich im Impfbus gegen das Corona-Virus impfen lassen (Termine hier). Die Vorsitzende des Hausärzte-Verbands findet es hilfreich, dass die Impfzentren wieder öffnen. Denn gleichzeitig seien die Erkältungsinfekte bei vielen besonders langwierig und heftig, da diese im vergangenen Jahr oft ausgefallen waren. „Und die Influenza ist noch nicht da.“ Es gebe daher in den Praxen gerade eine „massive Infektionswelle“.

Indes weist Römer darauf hin, dass die vierte Welle mit Impfen und Boostern allein nicht gebrochen werde. „Das Grundübel ist die geringe Impfquote“, so Römer. Es sei notwendig, Kontakte zu reduzieren und Feiern nur im kleinen Familienkreis zu veranstalten. Über 90 Prozent der jüngeren Menschen, die aktuell mit Corona infiziert sind und in die Praxen kommen, seien ungeimpft. Die anderen hätten zuvor große Veranstaltungen besucht.

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