Spendenbetrüger unterwegs – das rät die Polizei

In Mainz sollen in den vergangenen Wochen Spendenbetrüger unterwegs gewesen sein. Wie ein Leser berichtet, würden die Opfer vor allem auf Parkplätzen angesprochen. Dabei verwenden die Täter eine bereits mehrere Jahre alte Masche.

Spendenbetrüger unterwegs – das rät die Polizei

Sie sammeln Spenden im Auftrag des „Landesverbandes für blinde und taubstumme Kinder“ und geben sich selbst als Taubstumme aus. Doch diesen Verband gibt es überhaupt nicht. Und die Spendensammler sind in der Regel auch nicht stumm. In den vergangenen Tagen sollen in Mainz vermehrt Betrüger unterwegs gewesen sein, um mit dieser Mitleidsmasche Geld von (gutgläubigen) Bürgern zu ergaunern. Die Masche selbst ist dabei bereits mehrere Jahre alt.

Laut Leser Henrik halten sich die Betrüger auf Parkplätzen auf, um dort Leute anzusprechen. Außer den Spenden sollen die Opfer noch die Stadt, aus der sie kommen, sowie ihre Postleitzahl angeben und noch eine Unterschrift leisten.

Was die Polizei rät

Auf Anfrage von Merkurist teilt ein Sprecher der Mainzer Polizei mit, dass die Polizei aktuell keine Kenntnis von solchen Fällen in Mainz habe. Das könne aber auch daran liegen, dass keiner solche Vorfälle melde. Sollte die Polizei jedoch in so einem Fall gerufen werden, würden die Beamten vor Ort die Identität des Spendensammlers feststellen, einen Platzverweis erteilen und gegebenenfalls das bisher gesammelte Geld einziehen.

Doch was kann man konkret tun, wenn man von einem vermeintlichen Spendensammler angesprochen wird?

Generell könne man, wenn man sich unsicher sei, immer die Polizei (110) anrufen, so der Polizeisprecher. Eine Unterschrift sollte man nicht leisten. Damit könnten die „Spendensammler“ an die Bankdaten kommen oder die Unterschrift für einen Betrug im Internet nutzen. (rk)

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