Ata Delbasteh ist der neue Dezernent für Schulen und Kultur in Mainz. Der SPD-Politiker hat am Dienstag offiziell sein Amt angetreten. Delbasteh folgt damit zumindest teilweise auf Marianne Grosse, die zuvor das Bau- und Kulturdezernat verantwortete. Im Zuge einer Neustrukturierung wurde der Kulturbereich aus dem bisherigen Bau- und Kulturressort herausgelöst und mit dem Schuldezernat zusammengeführt. Bau- und Denkmalpflege sind künftig getrennt organisiert.
Der gebürtige Mainzer Delbasteh betonte im Vorfeld seines Amtsantritts die Bedeutung von Bildungsgerechtigkeit, moderner Schulentwicklung und kultureller Teilhabe. Besonders am Herzen liegen ihm nach eigenen Aussagen die Stärkung der freien Kulturszene sowie neue Orte für kreative Begegnung. Mit seiner Wahl ist er zudem der erste Dezernent mit Migrationshintergrund im Mainzer Stadtvorstand.
Erster Arbeitstag mit Vor-Ort-Terminen
Seine neue Aufgabe beginnt Delbasteh nicht im Büro, sondern im direkten Austausch mit Einrichtungen aus seinem Zuständigkeitsbereich. An seinem ersten Arbeitstag standen vier Besuche auf dem Programm:
11 Uhr: Besuch der Goethe-Grundschule Mainz, Scheffelstraße 2 (Treffpunkt: Eingang Leibnizstraße)
12:30 Uhr: Termin im Peter-Cornelius-Konservatorium, Binger Straße 18
14 Uhr: Austausch in der Öffentliche Bücherei – Anna Seghers Mainz, Rhabanusstraße 3
15:30 Uhr: Besuch der Kulturbäckerei – K-LAB, Karoline-Stern-Platz 11
Mit der Auswahl der Stationen – Grundschule, Konservatorium, Stadtbibliothek und freies Kulturzentrum – will der neue Dezernent ein Zeichen für die Bandbreite seines Ressorts setzen. Von frühkindlicher Bildung über musikalische Ausbildung bis hin zu Literatur und freier Szene reicht das Spektrum der Einrichtungen, für die er künftig Verantwortung trägt.
Für Delbasteh markiert der 10. Februar nicht nur einen formalen Amtsantritt, sondern den Beginn einer neuen Schwerpunktsetzung im Mainzer Stadtvorstand: Bildung und Kultur sollen enger zusammengedacht und als zentrale Säulen der Stadtentwicklung gestärkt werden.
In der Kulturbäckerei erklärten Jürgen Waldmann und Sabine Felker die Zusammensetzung der oberen Stockwerke, die im Oktober mit einer Eröffnungsfeier öffnen sollen. Verschiedene Räume werden zum Teil durch die freie Szene angemietet, unter anderem durch den BBK, das PAD, dance nexus, die Jugendkunstschule, das Literaturbüro, Theaterraum Mainz & Co. Eine abschließende Auswahl stünde noch nicht fest. Die freie Kultur kann sich für Events und Raum bewerben.