Dunkle Materie: Mainzerin an Forschungsdurchbruch beteiligt

Mit dem „HYPER-Modell“, an dem die Mainzer Postdoktorandin Gilly Elor mitgewirkt hat, soll Dunkle Materie in Experimenten nachgewiesen werden können.

Dunkle Materie: Mainzerin an Forschungsdurchbruch beteiligt

Die Mainzer Forscherin Gilly Elor trägt aktuell dazu bei, dass die moderne Physik einem ihrer größten Rätsel weiter auf die Spur kommt: der Dunklen Materie. Die Forschung arbeitet sich in diesem Sektor an einer Leerstelle ab. Es ist klar, dass es die Dunkle Materie geben muss, denn ohne sie lässt sich etwa die Bewegung von Galaxien nicht erklären. Direkt nachweisen konnte sie bisher aber niemand. Diesen Missstand versuchen Wissenschaftler auf der ganzen Welt seit fast einem Jahrhundert zu beseitigen.

Aktuell gibt es der Universität Mainz zufolge viele Vorschläge für neue Experimente, die die Dunkle Materie nachweisen sollen. Damit das besser gelingt, hat Elor, die als Postdoktorandin am Exzellenzcluster PRISMA+ der Johannes Gutenberg Universität-Mainz arbeitet, jetzt zusammen mit Robert McGehee und Aaron Pierce von der University of Michigan in Ann Arbor (USA) ihr neues Modell „HYPER“ vorgestellt. Dieses könnte dazu beitragen, dass die Experimente endlich fruchten.

Ein Paradigmenwechsel?

Die Forscher gehen darin davon aus, dass sich einige Zeit nach der Entstehung der Dunklen Materie im frühen Universum schlagartig die Stärke ihrer Wechselwirkung mit normaler Materie erhöht habe. Dieses Modell kann einige offene Fragen im theoretischen Unterbau für die neuen Experimente beantworten. Das heißt: Unter seinen Prämissen könnte die Dunkle Materie in den Experimenten nachgewiesen werden.

Elor hofft, dass damit eine große Lücke im Forschungssektor geschlossen werden könnte. „Das HYPER-Modell der Dunklen Materie ist in der Lage beinahe den gesamten Bereich, den die neuen Experimente zugänglich machen, abzudecken“, erklärt sie. Damit könnte ein entscheidender Baustein für den Nachweis der Dunklen Materie gelegt worden sein.

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