Mini-Jobber sind Hauptverlierer der Coronakrise in Mainz

Mehr als 20 Prozent der Jobs weg

Mini-Jobber sind Hauptverlierer der Coronakrise in Mainz

Im Zusammenhang mit der Coronakrise ist die Zahl der Minijobs in Mainz deutlich zurückgegangen. Im besonders betroffenen Gastgewerbe gingen binnen einen Jahres 21 Prozent aller 450-Euro-Stellen verloren. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur mit. Somit fielen innerhalb eines Jahres im Gastrogewerbe 915 Minijobs weg.

Wie der Geschäftsführer der NGG-Region Darmstadt und Mainz, Guido Noll, sagt, zählten 450-Euro-Kräfte zu den Hauptverlierern der Wirtschaftskrise. „Sie haben bislang keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, werden häufiger gekündigt und sind sozial kaum abgesichert“, so Noll. Die Statistik spiegele eine „enorme Unwucht“ auf dem heimischen Arbeitsmarkt wider. Während dank staatlicher Hilfen wie der Kurzarbeit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region nahezu konstant geblieben sei, treffe die Pandemie prekär Beschäftigte besonders hart.

Nach dem Prinzip „Hire and Fire“ (Heuern und Feuern) lebten sie in ständiger Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. „Betroffen sind gerade Frauen, die eine 450-Euro-Stelle als Kellnerin oder Küchenhilfe oft als einzige Einnahmequelle haben. Auch für viele Studierende, die sich nebenher etwas hinzuverdienen, sind die Folgen des Jobverlustes dramatisch“, erklärt Noll.

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