Die Arbeitslosigkeit in Rheinhessen ist im Juli 2026 erneut gestiegen. Das teilt die Mainzer Agentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auf 5,9 Prozent.
Insgesamt waren im Juli 22.091 Menschen in der Region arbeitslos gemeldet. Das sind 611 Personen mehr als im Juni und 413 mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Vormonat bei 5,7 Prozent, im Juli des Vorjahres bei 5,8 Prozent.
„Wir erleben einen hohen Zugang an neuen Betroffenen, die sich aus der Erwerbstätigkeit in den Dienststellen der Agentur arbeitslos melden“, erklärt Heike Strack, Leiterin der Mainzer Arbeitsagentur. Ein besonderes Augenmerk liege dabei auf den arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren. Die Quote in dieser Altersgruppe liege über dem Vorjahresniveau. „In der Diskussion um den Mangel an Fachkräften ist dies zunächst einmal kein erfreulicher Befund“, so Strack. Man müsse nun beobachten, ob es sich dabei nur um eine kurze Phase auf dem Weg in den ersten Job oder eine Ausbildung handele.
Regionale Unterschiede und mehr offene Stellen
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zeigt sich in ganz Rheinhessen. In der Stadt Mainz stieg die Quote von 5,8 auf 6,0 Prozent, in der Stadt Worms von 8,7 auf 8,8 Prozent. Im Landkreis Alzey-Worms erhöhte sie sich von 4,8 auf 5,0 Prozent und im Landkreis Mainz-Bingen von 5,1 auf 5,2 Prozent.
Gleichzeitig suchen die Unternehmen in der Region wieder mehr Personal. Im Juli meldeten sie 1144 neue Stellen, was mehr ist als im Vormonat und auch mehr als im Vorjahr. Insgesamt befanden sich 4806 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur. Die meisten Mitarbeitenden werden im Dienstleistungsbereich, im Gesundheitswesen und im öffentlichen Sektor gesucht.
Jobmesse in Mainz geplant
Um Arbeitssuchende und Unternehmen zusammenzubringen, planen die Agentur für Arbeit und die Jobcenter in Rheinhessen eine große Jobmesse. Die „JOBAKTIV“ soll am 30. September und 1. Oktober in der Mainzer Mewa-Arena stattfinden. „Wir wollen Mut machen und Arbeitssuchende und auch Beschäftigte in der Region gleichermaßen auf die Beschäftigungs- und Entwicklungspotentiale in Mainz und Umgebung aufmerksam machen“, sagt Agenturchefin Strack. „Es tut sich noch immer viel in Rheinhessen!“.