Wie das neue Mainzer Rheinufer aussehen soll

Mit den „Hochstaplern“ für Pizzakartons hat die Stadt im Sommer einen ersten kleinen Schritt hin zur Aufwertung des Rheinufers unternommen. Was jetzt konkret gemacht wird.

Wie das neue Mainzer Rheinufer aussehen soll

Die Aufwertung des Mainzer Rheinufers mit Gastronomie, mehr Bänken und mehr Grünflächen ist wohl eines der wichtigsten Projekte der kommenden Jahre. Denn an vielen Stellen gleicht das Rheinufer eher einer Betonwüste als einem Ort, an dem sich die Mainzer gerne aufhalten. Nun will die Stadt Mainz mit Fördermitteln des Landes die Neugestaltung des Rheinufers angehen. Wie die genau aussehen soll, erzählt Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) im Gespräch mit Merkurist.

Riesige Grünfläche und Gastronomie

Wie Ebling sagt, habe es in den letzten Jahren am Rheinufer schon einige Veränderungen gegeben. „Vor zehn Jahren war die Winterhafen-Promenade in Umrissen erkennbar, Zoll- und Winterhafen gab es als Container-Ablade-Plätze, wo die Bevölkerung ausgesperrt war.“ Inzwischen habe man im Winterhafen die Veränderung hin zum Positiven und man sei mit der Nordmole gerade dabei, die größte zusammenhängende Grünfläche nach dem Goethe-Platz in der Mainzer Neustadt zu schaffen.

„Wir wenden uns jetzt dem Kernbereich des Rheinufers zu, weil wir sehen, dass es dort eine Aufwertung braucht“, so Ebling. Der erste Bauabschnitt beginne bald. Dieser ginge von der Theodor-Heuss-Brücke nördlich Richtung Tiefgarage Rheinufer. „In der anderen Richtung öffnen wir das Rathaus hin zum Rhein mit einem Zugang zum Rheinufer und auch einer Gastronomie am Rheinufer.“ Auch den Jockel-Fuchs-Platz werde man hin zum Rhein öffnen, Stichwort „Barrierefreiheit“ und „Freitreppe“, erklärt Ebling.

„Rhein zum Erlebnis machen“

Die Öffnung zum Rhein hin soll auch dazu beitragen, dass das, was heute als „abschirmend“ empfunden werde, sich ändert. „Denn wenn ich vom Rhein zur Stadt hinschaue, sehe ich zunächst eine Mauer und fühle mich nicht eingeladen, in die Stadt zu gehen und sie zu erkunden.“ Es seien also viele Einzelmaßnahmen, die die Wege einfacher und vor allem den Rhein immer mehr zum Erlebnis machen. Zudem wolle man die Flächen mehr begrünen und auch mehr Platz schaffen für die Leute, die dort flanieren.

„Auch die Schorletrinker beispielsweise sollen sich dort dann wohlfühlen“, verspricht Ebling. Das werde nicht beim ersten Bauabschnitt gleich sichtbar sein, denn das sei der Abschnitt, auf dem auch zukünftig die Fahrgeschäfte von den Mainzer Festen stehen würden. Hier gebe es eine Aufwertung, aber ohne starke Begrünung. Denn die Fahrgeschäfte bräuchten einen festen Untergrund. Der zweite und der dritte Bauabschnitt würden aber mehr Grün, mehr Bäume, Wiesen und Pflanzen ans Rheinufer bringen.

Dann macht der Oberbürgermeister noch allen Skatern Hoffnung: „Außerdem finde ich auch, dass wir das Thema Skater angehen müssen.“ Die bisherige Anlage sei gut frequentiert, aber alt und nicht mehr zeitgemäß. „Da müssen wir von der Rheinufergarage bis zum Kaisertor auf alle Fälle eine gute Antwort finden für die Skater“, stellt Ebling in Aussicht.

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