Unter anderem ziehen Spinnen, Insekten und Skorpione am Sonntag (1. März) in die Alte Lokhalle ein. Dort ist die Ausstellung „Arachnotopia“ von 10 bis 18 Uhr zu sehen.
Über 500 Exemplare aus aller Welt
Gezeigt werden über 500 lebende und präparierte Exemplare, die sich in Größe, Farbgestaltung und Lebensweise unterscheiden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Theraphosidae, der wissenschaftliche Begriff für Vogelspinnen. Darüber hinaus werden Insekten, Skorpione, Gottesanbeterinnen, Tausendfüßer, Schnecken sowie verschiedene Krebsarten präsentiert. Unter den ausgestellten Exemplaren befindet sich auch die Goliath-Vogelspinne, die als größte lebende Vogelspinne der Welt gilt.
Die Tiersammlung aus verschiedenen Regionen der Welt wurde vom Veranstalter Jeremy Leidig über viele Jahre aufgebaut und gepflegt. „Mein absolutes Lieblingstier ist die sogenannte ‘Caribena Versicolor’, auch Martinique-Baumvogelspinne genannt. Durch ihre blau-rote Färbung ist sie für mich die Schönste aller Vogelspinnen“, sagt Leidig gegenüber Merkurist.
Bei der Präsentation der lebenden Tiere gelten laut Leidig klare Regeln. Ein direkter Kontakt mit den Tieren ist nicht vorgesehen. Seit 2026 ist es durch eine neue Regelung verboten, Tiere zu Vorführzwecken aus den Terrarien zu nehmen.
Eigene Phobie in der Jugend
Leidig ist seit rund acht Jahren mit dem Konzept in Deutschland unterwegs. Die Idee zur Ausstellung entstand aus einer eigenen Phobie in seiner Jugend. Um diese zu überwinden, setzte er sich bewusst mit Spinnen und anderen Wirbellosen auseinander und beschäftigte sich intensiv mit deren Lebensweise. Aus der anfänglichen Konfrontation entwickelte sich mit der Zeit ein wachsendes Interesse an diesem Tierreich.
Für die Durchführung der Ausstellung verfüge Leidig über eine Erlaubnis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes. Diese setzt unter anderem den Nachweis fachlicher Sachkunde voraus.
Sachlichen Zugang ermöglichen
„Das Problem ist, sobald man das Wort Spinne hört, denkt man immer an eklige Gestalten, die man von zu Hause kennt“, sagt Leidig. Ihre Vielfalt und Besonderheiten seien derweil weniger bekannt.
Die Ausstellung soll dazu beitragen, ein differenzierteres Bild zu vermitteln. Besonders wichtig sei ihm dabei, auch Kindern einen sachlichen Zugang zu ermöglichen, da Ängste häufig aus dem Umfeld übernommen würden.
Tickets für „Arachnotopia“ sind vor Ort erhältlich. Die Kosten belaufen sich auf 12 Euro für Erwachsene (ab 17 Jahren), 10 Euro für Kinder (3–16 Jahre) und 40 Euro für Familien (2 Erwachsene + 2 Kinder). Informationen zu weiteren Terminen und Veranstaltungsorten gibt es hier.