Neues Café eröffnet in der Boppstraße

In der Boppstraße eröffnet am Samstag das Café „Anything but coffee“. Geschäftsführerin Yvonne Schütz erzählt gegenüber Merkurist, was ihre Gäste erwartet.

Neues Café eröffnet in der Boppstraße

Noch sieht es von außen nicht so aus, als würde in der Boppstraße 7, zwischen einem Juwelier und dem Lokal „Nirgendwo“, ein Café eröffnen. Nur ein kleines Schild macht direkt unter den heruntergelassenen Rollläden darauf aufmerksam. Doch in zwei Tagen ist es soweit: Dann beginnt für Yvonne Schütz, 33, ein neues Kapitel. Neun Jahre hatte sie im Restaurant ihres Vaters gearbeitet und es am Ende auch geleitet. Danach wechselte sie in den Einzelhandel, jetzt erfüllt sie sich den Traum vom eigenen Café.

![e2bbbfa7-7129-41df-8f15-65a0fa598efa]

Das Gebäude gehört der Familie ihres Mannes, der Yvonne auch auf die Idee brachte, das Café hier zu eröffnen. Bis Juli befand sich in den Räumen ein Kiosk. Im August begann dann die große Renovierung. „Wir haben alles komplett neu gemacht, die Bretterverkleidung herausgerissen, Leitungen verlegt, Türen versetzt - eigentlich steht nichts mehr da, wo es vorher stand.“ Yvonne packte dabei immer wieder selbst mit an. „Die handwerkliche Begabung habe ich von meinem Vater, nur Fliesen legen kann ich noch nicht.“

Herzhafte Snacks und „Baukasten-System“

Vom Vater gelernt hat sie auch das Bäckerhandwerk: Alles in dem Café wird selbstgemacht. „Es soll vor allem herzhafte Muffins und Blätterteigröllchen geben, das genaue Angebot wechselt aber immer wieder.“ Bis jetzt habe sie schon fast 1000 Rezepte gesammelt. Dazu gehören auch selbstgemachte Limonaden und sogenannte Smoothie Bowls - püriertes, gefrorenes Obst zum Löffeln. Dabei setzt Yvonne auf das „Baukasten-System“: Die Kunden können beispielsweise ihre Tees selbst mischen und die Bowls nach eigenen Vorlieben zusammenstellen.

Und auch wenn das neue Lokal Anything but coffee heißt, wird natürlich Kaffee ausgeschenkt. Nur heißt der nicht Cappuccino, Espresso oder Latte macchiato, sondern Elena, Steffi und Caro. „Sie sind alle nach Freundinnen benannt - es wird aber erklärt, was dahinter steckt.“ Zudem bietet die Geschäftsführerin vegane, lactose- und glutenfreie Snacks an und setzt auf saisonale, regionale und Bio-Zutaten. Auch die „To go“-Becher sind biologisch abbaubar. „Ich bin kein Öko, aber ich finde, das gehört einfach dazu.“

Eröffnungsfeier am Samstag

Bei der Einrichtung setzt sie ganz auf den Vintage-Look. „Ich mag den Charme der 50er und 60er Jahre, da wurde mehr mit Liebe und Handarbeit gemacht als heute.“ Manche Accessoires kaufte sie etwa auf dem Flohmarkt und verschönerte sie mit Sprühfarbe. „Man kann mit einfachen Mitteln viel herausholen.“ An den Ziegelwänden hängen Bilder, die Yvonne selbst gemalt hat und auch zum Verkauf anbietet. Geplant ist außerdem, dass andere Künstler in den Räumen ausstellen.

Im Inneren des kleinen Cafés wird es zehn bis zwölf Sitzplätze geben, vor der Tür noch einmal sechs. Die Geschäftsführerin rechnet aber damit, dass die meisten Kunden die Snacks und Kaffees mitnehmen werden. Das soll sich auch nicht ändern, wenn die Boppstraße 2019 zur Großbaustelle wird. „Da mache ich mir keine Gedanken. Wenn ich bis dahin einen Kundenstamm aufgebaut habe, kommen die Leute auch trotz der Baustelle.“

![0476febe-2e57-49b1-a180-71dea0e9f085]

Das Café wird montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet sein. Einzige Ausnahme: Die Eröffnungsfeier am Samstag (24. März) beginnt erst um 14 Uhr. „Wir bauen ein Buffet auf und schenken kostenlos Sekt aus. Ab Montag geht es dann regulär los.“

Logo