Versuchter Mord an Fahrlehrer in Mainz: Angreifer (32) steht vor Gericht

Angeklagter verletzte drei Fahrlehrer

Versuchter Mord an Fahrlehrer in Mainz: Angreifer (32) steht vor Gericht

Mit einem Messer verletzte ein 32-jähriger Mann im März dieses Jahres gleich mehrere Fahrlehrer vor der Fahrschule V.I.P. am Alicenplatz. Dabei wurde ein Opfer schwer verletzt (wir berichteten). Nun steht der Angreifer vor Gericht und muss sich ab Freitag wegen versuchten Mordes sowie gefährlicher Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Dem 32-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, auf den später schwerverletzten Fahrlehrer schnell zugegangen zu sein und ihm mit dem Messer mehrfach in den Hals- und Kopfbereich gestochen zu haben. Nur dem Zufall soll es dann zu verdanken gewesen sein, dass dabei nicht die Halsschlagader oder die Hirnnerven seines Opfers verletzt wurden.

Als schließlich ein weiterer Fahrlehrer seinem Kollegen zur Hilfe eilte, soll der 32-Jährige von seinem ersten Opfer abgelassen haben und dem Mann dann in den Oberarm gestochen haben. Danach soll der Angeklagte auch noch auf den dritten Fahrlehrer zugegangen sein, als dieser versuchte einzugreifen. Dabei soll der 32-Jährige den Mann nach hinten gestoßen haben, wodurch dieser rückwärts zu Fall gekommen sein soll. Anschließend soll der Angreifer dann erneut sein Messer gezückt haben, bevor er von einem Polizisten angeschossen wurde. Weil sich wenige Stunden vor der Tat ein tragischer Unfall in der Bahnhofstraße ereignet hatte, bei dem ein dreijähriges Mädchen starb, waren noch mehrere Polizisten in der Nähe.

Wie der Chef der Fahrschule, der nicht in den Vorfall involviert war, damals gegenüber Merkurist sagte, handele es sich höchstwahrscheinlich um einen ehemaligen Fahrschüler, der sich 2019 bei der Fahrschule angemeldet hatte. Im Jahr 2020 sei der 32-Jährige dann drei Mal bei der theoretischen Fahrprüfung durchgefallen, erst beim vierten Mal habe er sie bestanden. Im Jahr 2021 sei er dann noch drei Mal durch die praktische Prüfung gefallen.

Laut Angaben des Gerichts ist der Angeklagte bisher strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Zudem machte er bis jetzt von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

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