Bahngleise mit Betonstein blockiert: Zwei Jugendliche vor Gericht

Sie verursachten lange Verzögerungen im Bahnverkehr

Bahngleise mit Betonstein blockiert: Zwei Jugendliche vor Gericht

Weil sie ein Bahngleis bei Mainz-Kastel mit Gegenständen blockiert hatten, müssen sich zwei 19-Jährige ab August vor dem Wiesbadener Amtsgericht verantworten. Ihnen wird versuchter gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen.

Wie das Gericht mitteilt, sollen die beiden jungen Männer in den Abendstunden des 18. April 2019 auf den Gleisen der Bahnstrecke bei Mainz-Kastel eine Hartplastikhülse, ein Elektrokabel, eine Zugantenne sowie einen großen Betonstein abgelegt haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten mit der Absicht handelten, den regelmäßigen Zugbetrieb zu verlangsamen und zumindest einen Sachschaden an einem Zug herbeizuführen.

Zu einem Unfall kam es glücklicherweise nicht, da die Hindernisse auf den Gleisen rechtzeitig bemerkt und entfernt wurden. Dennoch musste die Bahnstecke für etwa eine Stunde gesperrt werden. Auf der viel befahrenen Strecke kam es zu Verspätungen von insgesamt 124 Minuten.

Für den gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ist eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 1o Jahren möglich. Auch die Versuchstat ist nach dem Gesetz strafbar, wird jedoch milder bestraft als die vollendete Tat. Da die beiden Angeklagten zur Tatzeit jugendlich beziehungsweise heranwachsend waren, richtet sich die Ahndung der Straftat nach dem Jugendgerichtsgesetz. Die Hauptverhandlung in diesem Verfahren findet am Montag, den 24. August, im Wiesbadener Justizzentrum statt. (js)

Logo