Der Mainzer Fastnachter Andreas Schmitt wird bei der diesjährigen Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ nicht dabei sein. Das habe der 63-Jährige am Mittwochabend dem SWR mitgeteilt.
Sein aktueller Gesundheitszustand zwinge ihn zum Rückzug, so Schmitt laut SWR. Er habe sich auf Anraten seiner Ärzte zu diesem Schritt entschließen müssen. Er sei so angeschlagen, dass er den Rest der Kampagne nicht mehr auftreten werde.
Nicht erster Krankheitsfall
Gegenüber der Allgemeinen Zeitung sagte Schmitt: „Für mich ist leider jetzt schon Aschermittwoch.“ Er betonte allerdings ausdrücklich, dass er nur pausiere, sprich die Kampagne vorzeitig abbreche – aber dass er keinesfalls seine Fastnachtskarriere beende. Diese hatte 1976 begonnen, als der gebürtige Nieder-Olmer erstmals einen Vortrag als „Schulbub“ hielt.
Bereits 2022 hatte Schmitt seinen Auftritt bei „Mainz bleibt Mainz“ aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen (wir berichteten). Damals war er an einer Bronchitis erkrankt und sei nicht fit genug für den Auftritt mit vollem Körpereinsatz gewesen, sagte der Obermessdiener.
Wer wird Schmitts Nachfolger?
Seit 2014 leitete Schmitt als Sitzungspräsident „Mainz bleibt Mainz“. Mit seinen Auftritten als Obermessdiener ist er zudem bundesweit bekannt geworden. Wer in diesem Jahr als Sitzungspräsident einspringen wird, muss nun der SWR entscheiden, der die Sitzung überträgt.
Laut SWR-Redakteur Günther Dudek kämen grundsätzlich die Sitzungspräsidenten der vier veranstaltenden Vereine infrage. Der bekannteste unter ihnen sei Jürgen Wiesmann vom Mainzer Carneval Club, der in seiner Rolle als Ernst Lustig auch Stammgast in der Fernsehsitzung ist.