Wohnungspreise in ersten Großstädten sinken: Wie sieht es in Mainz aus?

Studie analysiert Immobilienpreise in westdeutschen Städten

Wohnungspreise in ersten Großstädten sinken: Wie sieht es in Mainz aus?

Nach jahrelangen Preisanstiegen endet der Immobilienboom in den ersten Städten und Landkreisen im Westen Deutschlands. In 24 von 106 untersuchten westdeutschen Stadt- und Landkreisen sind die Angebotspreise von Eigentumswohnungen innerhalb eines Jahres gesunken. In der Spitze beträgt der Rückgang sogar 17 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Immobilienportals „immowelt“.

Mainz trotzt dem Trend

Für die Berechnung flossen die Angebotspreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) in ausgewählten Stadt- und Landkreisen Westdeutschlands im Oktober 2022 ein, die mit den Preisen zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verglichen wurden. Laut Analyse lässt sich der Wandel am Immobilienmarkt zu großen Teilen mit der hohen Inflation und den gestiegenen Bauzinsen erklären. Für Käufer bedeute die Anhebung je nach Kaufsumme mehrere hundert Euro Mehrkosten im Monat. Die Nachfrage nach Wohneigentum gehe dementsprechend zurück, was zu ersten Preissenkungen führt.

Doch dies gilt für die Landeshauptstadt Mainz nicht. Hier sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – und zwar um exakt fünf Prozent. So zogen die Angebotspreise von Wohnungen von 4256 Euro im Oktober 2021 noch einmal an und liegen im Oktober 2022 bei 4482 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Exakt die gleiche Entwicklung nahmen die Preise im Landkreis Mainz-Bingen. Auch dort stiegen die Angebotspreise für Wohnungen um fünf Prozent. Lag der Quadratmeterpreis im Oktober 2021 noch bei 3026 Euro, waren es im Oktober dieses Jahres 3179 Euro. Preiswerter wurde es dagegen im Landkreis Bad Kreuznach. Dort fielen die Preise um zwei Prozent: von 2512 Euro (2021) auf 2457 (2022).

Ähnlich sieht es in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden aus. Auch dort sanken die Quadratmeterpreise (- 3 Prozent) von 4938 Euro (2021) auf 4810 Euro (2022). Die größte Stadt im Rhein-Main-Gebiet verzeichnet ebenfalls ein Minus bei den Angebotspreisen von 2021 auf 2022. In Frankfurt fiel der Preis pro Quadratmeter für eine Wohnung von 6563 Euro auf 6309 Euro (- 4 Prozent).

Hintergrund

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote in 106 ausgewählten Stadt- und Landkreisen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte geben die Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) wieder. Es handelt sich um Angebots-, keine Abschlusspreise.

Die komplette Studie gibt es hier.

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