Mainz gehört zu den deutschen Gender-Hochburgen

Eine neue Analyse zeigt: In Mainz nutzen überdurchschnittlich viele Unternehmen gendergerechte Sprache.

Mainz gehört zu den deutschen Gender-Hochburgen

Mainz gehört zu den Städten in Deutschland, in denen Unternehmen besonders häufig gendergerechte Sprache verwenden. Das geht aus einer Analyse des Unternehmens Listflix hervor. Demnach landet Mainz im bundesweiten Vergleich auf dem 15. Platz. GeografischesReferenzmaterial

Laut der Auswertung gendern 13,3 Prozent der Unternehmen in der Stadt auf ihren Webseiten. Das sind 930 von insgesamt 7.012 untersuchten Firmen mit eigener Internetpräsenz in Mainz. GeografischesReferenzmaterial

Die höchste Genderquote hat Freiburg im Breisgau mit 15,7 Prozent, gefolgt von Münster (15,1 Prozent) und Osnabrück (14,8 Prozent). Am seltensten wird in Suhl (Thüringen) gegendert, wo die Quote nur bei 4,5 Prozent liegt.

Für die Analyse hat Listflix nach eigenen Angaben rund 2,3 Millionen Unternehmenswebseiten untersucht. Dabei wurde auf verschiedene Formen des Genderns geachtet, wie zum Beispiel die Verwendung von Doppelpunkt, Gendersternchen oder Schrägstrich.

Große Unterschiede je nach Branche

Besonders verbreitet ist das Gendern demnach im Bildungssektor (22,7 Prozent), im Einzelhandel (19,7 Prozent) und im Gesundheitswesen (15,5 Prozent). Krankenhäuser weisen mit über 70 Prozent eine besonders hohe Quote auf, ebenso Labore (60,6 Prozent) und Berufsbildungseinrichtungen (50,7 Prozent).

Deutlich seltener wird hingegen im verarbeitenden Gewerbe (5,6 Prozent), in der Kfz-Branche (4,2 Prozent) und in der Gastronomie (rund 3 Prozent) gegendert.