Glück gehabt: Eisenteil verfehlt Fußgänger knapp

Ein Eisenteil stürzte vergangene Woche unkontrolliert auf einen Fußgänger in Hartenberg-Münchfeld herab. Die Stadtwerke wollen nun sicherstellen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.

Glück gehabt: Eisenteil verfehlt Fußgänger knapp

Böse Überraschung für einen Merkurist-Leser aus Hartenberg-Münchfeld: Vergangene Woche fiel ihm ein circa 500 bis 700 Gramm schweres Teil aus massivem Eisen direkt vor die Füße. Gelöst hatte sich das Teil offenbar von einem Mast in der Straße „An der Allee“. Gegenüber Merkurist sagt er: „Ich bin froh, dass mich das Teil nicht getroffen hat, das hätte übel ausgehen können.“ Besonders ein Treffer am Kopf hätte demnach üble Folgen haben können. Am Mittwochmittag, als sich das Teil löste, herrschte stürmisches Wetter in Mainz (wir berichteten). Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 km/h und 85 km/h traten zeitweise auf.

Wie der Leser erklärt, habe er den Eindruck, dass an vielen Masten in der Straße in Hartenberg-Münchfeld die Spitze nicht ausreichend geschützt sei. Seiner Meinung nach ist es nicht auszuschließen, dass sich Teile der Masten auch bei weniger böigem Wetter lösen könnten. Den Vorfall habe er der Stadt Mainz gemeldet. „Es wäre schlimm, wenn ein Mensch oder ein Tier durch ein anderes herabstürzendes Teil verletzt würde“, so der Leser gegenüber Merkurist.

Ortsvorsteherin Christin Sauer (Grüne) erklärte am Freitag, von einem solchen Problem höre sie zum ersten Mal. „Mir ist nicht bekannt, dass etwas Vergleichbares im Stadtteil bereits aufgetreten ist.“ Am Wochenende erfuhr auch Michael Theurer, Sprecher der Mainzer Stadtwerke, erstmals von dem Vorfall. Gegenüber Merkurist sagt er: „Das heruntergefallene Teil ist nach der ersten Einschätzung offenbar der Deckel eines Mastes, der vor vielen Jahren zum Betrieb der Oberleitungs-Omnibusse diente.“ Inzwischen dienen die Masten jedoch als Befestigung für die Straßenbeleuchtung vor Ort.

„Wir hatten einen solchen Vorfall noch nicht und sind zunächst natürlich froh, dass niemand verletzt wurde“, so Theurer weiter. Nun wolle man von Seiten der Stadtwerke den entsprechenden Mast begutachten und dann die anderen Masten vor Ort überprüfen. Unabhängig von dem genannten Vorfall würden die Masten im Abstand mehrerer Jahre regelmäßig geprüft. (df)

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