Tödlicher Unfall in Schillerstraße: Busfahrer gesteht fahrlässige Tötung

Tretrollerfahrer (22) war ums Leben gekommen

Tödlicher Unfall in Schillerstraße: Busfahrer gesteht fahrlässige Tötung

Nach dem tödlichen Unfall mit einem Linienbus, bei dem im November ein 22-jähriger Tretrollerfahrer ums Leben gekommen war, hat der Busfahrer nun vor dem Mainzer Amtsgericht ein Geständnis abgelegt.

Demnach hat er alle Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft gegen ihn erhebt, eingeräumt. Wie der SWR berichtet, sei er zu schnell gefahren und habe zu wenig Abstand zu dem Tretroller-Fahrer eingehalten, gibt der Busfahrer zu. Es tue ihm „sehr, sehr leid“.

Der Linienbus hatte den Tretroller-Fahrer in der Mainzer Schillerstraße von hinten erfasst und ihn überrollt. Der 22 Jahre alte Mann aus dem Kreis Alzey-Worms war noch an der Unfallstelle verstorben. Er war am Brust- und Bauchbereich verletzt worden.

Der Bus musste mit Hebekissen angehoben werden, um den Mann unter dem Bus zu bergen. Da zu dem Zeitpunkt viele Personen in dem Bereich unterwegs waren, wurden mobile Sichtschutzwände aufgebaut (wir berichteten). Der ebenfalls 22-jährige Busfahrer erlitt einen Schock. Ihm droht nun eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe. Die Staatsanwaltschaft fordert acht Monate Haft auf Bewährung, zudem eine Zahlung von 10.000 Euro an die Hinterbliebenen des Opfers. Laut Staatsanwaltschaft hätte der Unfall vermieden werden können, wenn der Busfahrer angepasst gefahren wäre und unmittelbar gebremst hätte.

Bei dem Unfall hatten Gaffer Fotos und Videos von dem Verstorbenen gemacht. Gegen sie hat die Polizei Strafanzeige gestellt.

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