Prozess gegen mutmaßlichen Spielzeugwaffen-Räuber beginnt in Mainz

Prozessauftakt am Dienstag

Prozess gegen mutmaßlichen Spielzeugwaffen-Räuber beginnt in Mainz

Am Dienstag beginnt am Amtsgericht Mainz der Prozess gegen einen 52-jährigen Mann. Ihm werden der räuberische Angriff auf Kraftfahrer, schwere räuberische Erpressung und Fahren ohne Fahrerlaubnis vorgeworfen.

Der Angeklagte soll am 2. November 2021 eine Frau in Nieder-Olm gebeten haben, ihn mit dem Auto nach Bingen mitzunehmen. Nachdem die Frau losgefahren war, soll der Angeklagte eine echt aussehende Spielzeugpistole aus der Jackentasche gezogen haben und sie aufgefordert haben, das Auto zu verlassen. Sie soll aus Angst angehalten und das Auto verlassen haben. Laut Staatsanwaltschaft war der Mann anschließend mit dem Fahrzeug davongefahren – ohne gültigen Führerschein.

Später sei der Mann dann zu einem Supermarkt gefahren, dort habe er vorgegeben, einkaufen zu wollen. An der Kasse soll er dann seine Hand auf die Jackentasche gelegt haben, in der sich die Spielzeugwaffe befand. Anschließend forderte er laut Anklage die Kassiererin auf, Geld aus der Kasse in eine Tüte zu stecken. Weil die Frau offenbar davon ausging, dass es sich um eine echte Waffe handelte, kam sie der Aufforderung des Mannes nach. Der Angeklagte soll 1285 Euro, Schokolade und Wodkaflaschen erbeutet haben.

Der Mann war bereits zweimal strafrechtlich in Erscheinung getreten. Ein Geständnis hat der Angeklagte bisher nicht abgegeben.

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