Römerfund bei Arbeiten am Zollhafen

In vier Metern Tiefe entdeckt

Römerfund bei Arbeiten am Zollhafen

Bei Aushubarbeiten am Mainzer Zollhafen sind Amphoren aus der Römerzeit gefunden worden. Wie die LBBW Immobilien Management GmbH mitteilt, wurden die Gefäße in einer Tiefe von etwa vier Metern entdeckt. Auf dem 4400 Quadratmeter großen Areal entsteht bis Frühjahr 2020 das Büroensemble „Rheinkontor“. Ankermieter ist die LBBW.

Nach dem Fund der Amphoren sei die Landesarchäologie Mainz verständigt worden. „Es hat sich ziemlich rasch herausgestellt, dass wir es bei den Amphoren mit einem außerordentlichen Fund aus römischer Zeit zu tun haben, der auf eine Siedlung in unmittelbarer Rheinufernähe aus der Zeit um Christus Geburt hindeutet“, so die Landesarchäologin Dr. Marion Witteyer.

Sie und ihr Team legten die Fundstelle in den vergangenen Wochen frei. Die Amphoren wurden zur weiteren Bestimmung in die Landesarchäologie gebracht. Die Bauarbeiten am Rheinkontor können ohne wesentliche Verzögerungen weitergehen.

Amphoren wurden ursprünglich als Transportbehälter für Öl, Wein oder Fischsauce genutzt und nach dem Entleeren häufig als Baumaterial weiterverwendet. Die 45 Amphoren, die am Zollhafen gefunden wurden, sind überwiegend unversehrt. Vergleichbare Funde sind bisher aus Italien und Frankreich bekannt.

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