Kritik an ÖPNV-Planung vor Gutenberg-Marathon

Einige Merkurist-Leser berichten von ÖPNV-Problemen vor dem Gutenberg-Marathon am vergangenen Sonntag. Was die Mainzer Mobilität dazu sagt.

Kritik an ÖPNV-Planung vor Gutenberg-Marathon

Egal ob Zuschauer oder Läufer: Wer am Sonntagmorgen in die Innenstadt zum Gutenberg-Marathon wollte, hatte es nicht leicht. Viele Straßen und Zufahrtswege im gesamten Stadtgebiet waren gesperrt (wir berichteten). Einige Merkurist-Leser berichten außerdem, dass es Probleme bei der Anreise mit dem ÖPNV gab.

So sollen Straßenbahnen auf der Strecke von Hechtsheim in Richtung Innenstadt teilweise nicht nur verspätet gefahren sein, sondern auch so voll gewesen sein, dass die Fahrer an den Haltestellen nicht mehr anhalten konnten. Stattdessen sollen die Bahnen auf direktem Weg in die Innenstadt weitergefahren sein. Wartende Fahrgäste blieben an den Haltestellen zurück. Leser Thomas beschreibt, dass er zusammen mit seiner Frau und seinem Kind an der Haltestelle Berliner Straße auf die Straßenbahn wartete. „Eigentlich hätte die Bahn um 8:30 Uhr fahren sollen, doch sie kam einfach nicht.“

Marathonläufer bleiben zurück

Erst mit einer Viertelstunde Verspätung sei die Straßenbahn gefahren. „Ich konnte direkt sehen, dass die Straßenbahn derart überfüllt war, dass ich nur schwer einen Platz bekommen hätte.“ Die Bahn sei ohne anzuhalten einfach weitergefahren. Auch spätere Bahnen seien verspätet und überfüllt gewesen. Thomas fuhr dann kurzerhand mit dem Fahrrad in die Stadt und erreichte gerade noch rechtzeitig den Marathon-Startbereich in der Rheinstraße. „Ich fand die Situation ärgerlich. Neben mir hatten auch einige andere Marathonläufer an der Haltestelle gewartet“, sagt Thomas.

Auch Leser Marco berichtet von Problemen auf der Bahnlinie zwischen Hechtsheim und der Innenstadt. So sei es in der Nähe des Hechtsheimer Autobahntunnels zu technischen Problemen bei einer Straßenbahn gekommen.

Was die Mainzer Mobilität sagt

Auf Anfrage von Merkurist erklärt ein Sprecher der Mainzer Mobilität (MM): „Für den Marathon-Sonntag haben wir den üblichen Halbstundentakt im Busverkehr vorgezogen.“ Heißt konkret: Statt wie üblich um 8 Uhr, fuhren die Busse schon ab 7 Uhr im 30-Minuten-Rhythmus. Bei Straßenbahnen habe man auf sogenannte Verstärkerfahrten zurückgegriffen, um den Betrieb zu entlasten. Die Probleme, die mehrere Merkurist-Leser unabhängig voneinander beobachtet hatten, seien nicht bekannt. „Uns sind keine Rückmeldungen von Fahrern oder Fahrgästen dazu bekannt“, so der MM-sprecher. (lp)

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