Wann die Hechtsheimer Wendeschleife saniert wird

Die Wendeschleife Am Schinnergraben in Hechtsheim ist noch immer für den Straßenbahn-Verkehr gesperrt. Ein Leser hat den Eindruck, dass dort auch gar nicht gearbeitet werde. Doch was wird wirklich gemacht?

Wann die Hechtsheimer Wendeschleife saniert wird

Bauzäune stehen an den Schienen, dahinter sind Bagger und Lkw zu sehen: Die Wendeschleife in Mainz-Hechtsheim ist noch immer für den Straßenbahn-Verkehr gesperrt. Schon lange soll sie saniert werden. Im Januar sagte der Pressesprecher der Mainzer Mobilität, Michael Theurer, dass die Sanierung sorgfältig geprüft und geplant werden müsse (wir berichteten). Nun gibt es zwar eine Baustelle an der Wendeschleife, auf ihr werde aber nur selten gearbeitet, ärgert sich ein Merkurist-Leser in seinem Snip.

Inzwischen passiert aber etwas auf der Insel der Wendeschleife: Am Donnerstag hebt ein kleiner Bagger ein Loch aus, Lastfahrzeuge fahren umher. Solange die Bahnen nicht über die Wendeschleife fahren können, hat die MM zwei behelfsmäßige Metallpodeste aufgebaut, an denen die Fahrgäste ein- und aussteigen können. Für manche Fahrgäste ist die Situation allerdings verwirrend: „Das ist schlecht ausgeschildert. Ein paar Schilder mehr wären schön“, sagt das Ehepaar Schneider aus der Neustadt am Donnerstagnachmittag an der Haltestelle. Auch die Hechtsheimerin Gabriele Gösch sagt: „Wenn man nicht weiß, dass man außen herum gehen muss, steht man vor einem Bauzaun.“

Was die Mainzer Mobilität sagt

Doch was passiert nun genau am Schinnergraben? Wie Pressesprecher Theurer erklärt, wird die Haltestelle ertüchtigt und behindertengerecht ausgebaut, außerdem ein sogenanntes Stumpfgleis geschaffen. „Auch die Wendeschleife selbst wird erneuert, allerdings künftig nur noch in Ausnahmefällen genutzt.“ Der Hechtsheimer Ortsbeirat habe dem Vorschlag zugestimmt.

Für die Gesamtmaßnahme Gleisbau und Busspur sei jetzt auch die formale Mittelfreigabe beantragt worden. „Wir bauen aber schon seit Anfang November einen Teil der Maßnahme, weitere Arbeiten folgen im Jahr 2019“, so Theurer. Bis Ende der Woche laufen noch die Erdarbeiten in der Mitte der Wendeschleife, außerdem wird das Gleis auf der Westseite zurückgebaut.

Bisher habe die technischen Aufsichtsbehörde nur eine Freigabe für den Rückbau der Anlage erteilt. „Mit dem Neubau dürfen wir erst beginnen, wenn weitere Freigaben vorliegen. Wir rechnen damit noch diese Woche und planen die Fertigstellung des Tiefbaus bis Ende Januar 2019“, so Theurer. Im zweiten Abschnitt soll 2019 die Gleisanlage an der Haltestelle folgen. Dann ist auch die Wendeschleife selbst dran. Ob der Zeitplan eingehalten wird, hänge auch vom Wetter ab. „Da der Betrieb nicht eingeschränkt ist, haben wir keinen Zeitdruck.“

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