Auf dem Gelände der ehemaligen GFZ-Kaserne in Mainz laufen die Abrissarbeiten. Damit erreicht die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Am Pariser Tor“ einen wichtigen Meilenstein, wie die städtische Grundstücksverwaltungsgesellschaft (GVG) am Montag mitteilte. Mit dem neuen Viertel sollen Wohnen und Arbeiten miteinander verbunden werden. Bei einem Pressetermin vor Ort konnten sich Journalisten einen Eindruck von den letzten Resten der Kaserne machen.
Wohnraum und Stärkung des Biotechnologie-Standorts
Geplant ist ein Investitionsrahmen von 75 Millionen Euro, um rund 450 neue Wohneinheiten sowie Flächen für Arbeitsplätze zu schaffen. Das Projekt soll einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Mainz als Biotechnologie-Standort leisten und liegt in unmittelbarer Nähe zu den Wissenschafts- und Forschungsstandorten der Stadt.
Oberbürgermeister Nino Haase betont die strategische Bedeutung: „Mit dem Stadtquartier ‚Am Pariser Tor‘ schaffen wir wichtige Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Biotechnologie-Standortes Mainz. Gleichzeitig entsteht dringend benötigter Wohnraum für die Menschen, die hier leben und arbeiten.“ Biotechnologie brauche nicht nur Labore, sondern auch attraktive Quartiere für die dort arbeitenden Menschen. „Das Pariser Tor verbindet beides“, so Haase. Auch Baudezernent Ludwig Holle sieht in dem Vorhaben „tolle Perspektiven für Wohnen“ und wichtige Impulse für Innovation und Beschäftigung.
Abriss unter hohen Umweltstandards
Insgesamt werden auf dem Areal 17 Gebäude mit rund 88.000 Kubikmetern umbautem Raum sowie mehrere Bunkeranlagen zurückgebaut. Wie die Projektverantwortlichen bei einem Rundgang erklärten, erfolgen die Arbeiten unter hohen Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsstandards.
Dazu gehören auch Maßnahmen zum Schutz des bestehenden Baumbestandes und die fachgerechte Entsorgung von Schadstoffen. Das gesamte Bauvorhaben wird zudem ökologisch begleitet.