Rosenmontag in Mainz: Frau schwer verletzt und bewusstlos aufgefunden

Feuerwehr und Sanitäter ziehen eine Abschluss-Bilanz zum Rosenmontag 2026 in Mainz.

Rosenmontag in Mainz: Frau schwer verletzt und bewusstlos aufgefunden

Feuerwehr und Sanitätsdienste blicken auf den größten gemeinsamen Einsatz des Jahres in Mainz zurück. Das melden die Hilfsorganisationen in einer gemeinsamen Bilanz. Rund 14 Stunden lang waren am Rosenmontag über 500 ehren- und hauptamtliche Kräfte im Einsatz, um für die Sicherheit der Feiernden zu sorgen. Die Zahl der medizinischen Versorgungen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 323 Behandlungen.

Drei Schwerverletzte und ein gestoppter Zug

Ein Schwerpunkt der Einsätze war erneut übermäßiger Alkoholkonsum. Insgesamt 81 Personen mussten deswegen behandelt werden, einige von ihnen waren tief bewusstlos. Unter den Patienten befanden sich auch 30 Minderjährige, sieben mehr als im Vorjahr. Als besonders traurigen Fall heben die Rettungskräfte eine 14-Jährige hervor, die von ihrer eigenen Mutter schwer alkoholisiert zu einer Unfallhilfsstelle gebracht und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Ein Mann Mitte 40 sorgte für eine kurze Unterbrechung des Rosenmontagszugs, als er auf der Rheinstraße bewusstlos zusammenbrach. Rettungskräfte mussten zu ihm vordringen, weshalb der Zug anhalten musste. Der Mann kam erst wieder zu sich, als die Helfer seine Atmung mit einer Intubation sichern wollten.

Schwer verletzt wurden auch eine Frau Mitte 20, die bewusstlos am Hauptbahnhof aufgefunden wurde, und eine weitere Person, die stark alkoholisiert eine Treppe hinabstürzte. Alle drei kamen zur weiteren Abklärung in einen Schockraum eines Krankenhauses. Außer den alkoholbedingten Notfällen behandelten die Sanitäter auch zahlreiche Schnittverletzungen durch Scherben, Verletzungen durch Schlägereien und Stürze sowie internistische Probleme wie Krampfanfälle. Insgesamt gab es 45 Transporte ins Krankenhaus und 75 kleinere Behandlungen wie das Verteilen von Pflastern oder Kühlpacks.

Verletzter Helfer und nächtlicher Brandeinsatz

Auch die Einsatzkräfte selbst blieben nicht verschont. Ein Sanitäter wurde leicht an der Hand verletzt, als er vor einer Unfallhilfsstelle eine Schlägerei schlichten wollte.

Die Mainzer Feuerwehr, die mit verstärkten Kräften entlang der Zugstrecke bereitstand, musste am Rosenmontag zu insgesamt neun Einsätzen ausrücken. Am späten Abend gegen 23:50 Uhr bemerkte ein Bewohner eines Hauses in der Kaiserstraße einen verrauchten Treppenraum. Die Feuerwehr stellte einen Brand vor einem Büro fest, belüftete das Gebäude und kontrollierte den Treppenraum. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, die Brandursache ist noch unklar. Alle Einsätze wurden von einer eigens eingerichteten Leitstelle in enger Abstimmung mit der Polizei und der Veranstaltungsleitung koordiniert.