Landesweite Streiks wird es am kommenden Donnerstag und Freitag im ÖPNV geben. Auch Mainz wird stark betroffen sein. Das teilt die Gewerkschaft Verdi mit.
Verdi ruft die Tarifbeschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe in Rheinland-Pfalz ab 20 Uhr zum zweitägigen Streik auf. Betroffen sind unter anderem sämtliche Betriebe und Standorte der KRN-Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH sowie der Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH. Außerdem werden auch private Busunternehmen in Rheinland-Pfalz zum Streik aufgerufen, unter anderem DB Regio Bus Mitte GmbH. Dadurch werde der gesamte Überlandverkehr sowie der Berufspendler- und Schülerverkehr beeinträchtigt.
Ab Donnerstagabend und am Freitag werde es in fast allen Teilen des Landes zu Einschränkungen kommen. Für Freitag hat Verdi ab 9 Uhr zu einer Großdemonstration aufgerufen, die mit einer Hauptkundgebung von 10:45 bis 13 Uhr auf der Theodor-Heuss-Brücke stattfindet. Erwartet werden 4000 Teilnehmer aus Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz.
Der Streik endet mit der letzten Schicht am Freitag.
Hintergrund
Im Tarifkonflikt zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Kommunalen Arbeitgeberverband Rheinland-Pfalz e. V. verlief die Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag ergebnislos. Die Gewerkschaft fordert unter anderem, dass die Fahrzeugverspätungen nicht zu Lasten der Busfahrer gehen und sie diese ab der 1. Minute bezahlt bekommen. Außerdem werden ein höheres Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Aufstiegsmöglichkeiten für langjährige Beschäftigte gefordert. Zudem gehe es bei der MVG in Mainz um die Gleichstellung der „dort bestehenden massiven Schieflage zwischen Alt- und Neubeschäftigten beim Eigenanteil der betrieblichen Altersvorsorge sowie des deutlich geringeren Weihnachtsgeldes“, so Verhandlungsführer Marko Bärschneider. Außerdem befindet sich Verdi im Tarifkonflikt mit der Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V. Hier fordert die Gewerkschaft eine deutliche Tariflohnerhöhung.
Zeitgleich gibt es auch Streiks in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.