Warum der Winterhafen mit Algen befallen ist

Wer derzeit am Winterhafen spazieren geht, sieht ein eher unschönes Bild: In Höhe des Bootshauses ist die Wasseroberfläche voll mit Algen. Das soll sich aber bald ändern.

Warum der Winterhafen mit Algen befallen ist

Der Mainzer Sommer 2018 ist nicht nur perfekt für Schwimmbadbesucher und Sonnenanbeter - sondern auch für Algen. Wie man am Winterhafen sieht, wachsen sie derzeit besonders gut. „Weil das Wasser sehr klar ist, kommt das Licht bis an den Grund.

Dadurch wachsen die Algen schneller als normalerweise“, erklärt Christian Hiß, Betriebsleiter des Wirtschaftsbetriebs Mainz. Hinzu komme, dass der Wasserstand momentan vor allem am Winterhafen sehr niedrig sei. Das Ergebnis: ein dichter Algenbefall auf Höhe des Bootshauses.

Das hat auch Auswirkungen auf die anliegenden Boote am Winterhafen: „Die Algen verharken sich an den Bootsschrauben“, so Hiß. Deshalb reagiert der Mainzer Wirtschaftsbetrieb jetzt auf den Befall: Bereits am Montag wurden die Algen mit einem Boot gemäht.

„Ähnlich wie mit einer Heckenschere werden sie am Grund abgeschnitten.“ Zunächst fallen die Algen auf den Boden, nach mehreren Stunden kommen sie haufenweise an die Oberfläche. Seit Dienstagmorgen schöpfen vier Mitarbeiter die Pflanzen mit einem Boot ab.

Müll wird gleich mit abgeschöpft

Das Problem mit den Algen beschäftigt den Wirtschaftsbetrieb nicht jedes Jahr in gleichem Maße. Entscheidend sei vor allem, wie niedrig der Wasserstand des Rheins ist, so Hiß. Zuletzt gab es vor zwei Jahren einen ähnlich starken Algenbefall.

Der Einsatz des Wirtschaftsbetriebs hat übrigens einen positiven Nebeneffekt: „Wir schöpfen nicht nur die Algen ab, sondern sammeln dabei auch den Müll auf, der an der Oberfläche schwimmt“, so Hiß.

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