„Päfjes“ in der Mainzer Neustadt muss schließen

Seit 2015 gibt es das Geschäft des Mainzer Streetwear-Labels „päfjes“ am Kaiser-Wilhelm-Ring. Nun kommt im verflixten siebten Jahr das Aus.

„Päfjes“ in der Mainzer Neustadt muss schließen

Die Mainzer Neustadt ist nicht nur für ihre Cafés und Kneipen bekannt, sondern auch für die kleinen inhabergeführten Läden. So auch das Geschäft des 2010 gegründeten Mainzer Streetwear-Labels „päfjes“. Das Label stehe für faire Mode mit handgemachten wasserbasierten Siebdruck-Motiven, so Inhaber Peter. „Dabei geht es mir auch viel um Nachhaltigkeit und faire Handelsbedingungen.“ Anfangs habe er seine Produkte nur auf Märkten verkauft. Die Mode dafür habe er früher noch im eigenen Bad bedruckt und es dabei regelmäßig unter Wasser gesetzt. 2015 eröffnete er dann sein Geschäft mit Werkstatt in der Mainzer Neustadt. Im siebten Jahr muss Inhaber Peter seinen Laden nun schließen.

Corona-Pandemie ein Schließungsgrund

Das Aus für sein Geschäft komme vor allem durch die Corona-Pandemie. So seien zwar am Anfang der Pandemie immer wieder Kunden vorbeigekommen und hätten auch wegen der Kampagnen zur Unterstützung kleinerer Läden bei ihm im Geschäft eingekauft. Mit der Zeit und durch die Gewöhnung an die Pandemie sei aber immer öfter Kundschaft ausgeblieben. „Ich hätte nie gedacht, dass das mit dem Laden wirklich so lange hält“, so der Inhaber gegenüber Merkurist. „Wenn Corona nicht gewesen wäre, wäre es aber sicherlich noch länger gegangen.“

In den vergangenen Jahren hätten sich Dank des Geschäfts bleibende Freundschaften entwickelt. Auf Instagram seien zudem viele Nachrichten und Kommentare von Kunden eingegangen, die die Schließung seines Geschäfts bedauerten. Auch deshalb sei der Besitzer vor allem dankbar für die Zeit. „Ich war sehr gerne hier, Mainz als Stadt und die Momente mit meinen Kunden waren schön. Das wird mir schon fehlen.“

Der Laden schließt, das Label bleibt bestehen

Nun geht es für den Wahl-Mainzer, der seit 2006 hier lebt, wieder zurück in die Heimat nach Darmstadt. Dort will er mit voller Konzentration seinen Online-Shop ausbauen. Seine Produkte habe er bereits in unterschiedlichste Länder verschicken können, so beispielsweise in kleine Ortschaften Italiens, aber auch nach Australien. Auch wenn er dann kein Geschäft mehr habe, sei mit Terminabsprache in Zukunft auch ein Werksverkauf möglich. Für die Schließung seines Ladens am 4. Juni sei von 11 bis 16 Uhr aber erstmal noch ein Ausverkauf geplant.

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