„Kollektiv Mainz“ ändert sein Konzept

Lokale Labels und Dienstleister unter einem Dach vereint - das war die Idee von Leny Stegmaier und Vera Kohl. Sie haben das Kollektiv Mainz gegründet. Doch nun führen sie den Store nicht mehr weiter. Was ist passiert?

„Kollektiv Mainz“ ändert sein Konzept

Im vergangenen Juni eröffneten Vera Kohl und Leny Stegmaier das „Kollektiv Mainz“ (wir berichteten). In der alten Feuerwache an der Neubrunnenstraße 13 wollten sie lokale Labels, Start-ups und andere kreative Köpfe unter einem Dach versammeln. Nun aber verkündeten die beiden, dass sie den Store nicht mehr weiterführen.

Wie Kohl gegenüber Merkurist berichtet, habe man lange darüber nachgedacht. „Die Entscheidung ist uns echt nicht leicht gefallen. Leny und ich haben unterschätzt, wie viel Arbeit da drin steckt.“ Beide haben außer dem Kollektiv auch noch ihre Kerngeschäfte, auf die sie nun mehr Priorität legen wollen. Kohl ist Inhaberin des „Dicke Lilli, gutes Kind“ sowie der „Marlene“, Stegmaier hat das Modelabel „Frankie and Lou“. „Wir können dem Kollektiv einfach nicht die Aufmerksamkeit schenken, die es braucht und verdient. Das tut uns weh, aber diese Entscheidung müssen wir treffen“, sagt Kohl. Grundsätzlich laufe der Laden super, die Mainzer nehmen das Konzept sehr gut an. „Gerade deshalb müssten wir uns mehr darauf konzentrieren. Wir sind sehr traurig, aber auch sehr stolz darauf, was wir geschafft haben.“

Neues Konzept geplant

Doch Kohl und Stegmaier wollen den Store nicht komplett aufgeben und die Räumlichkeiten behalten. „Das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft, man kann hier echt etwas draus machen“, sagt Kohl. Sie können sich zwei Wege vorstellen. Kohl erklärt: „Entweder beteiligt sich jemand, wie eine Art Shopmanager, an dem aktuellen Konzept aktiv mit viel Zeit und Leidenschaft oder andere Labels/Selbstständige wollen den Raum mit uns als Co-Work-Space/Start-up/Atelier/Showroom nutzen.“ Dabei seien sie an langfristigen Mietverträgen interessiert. Als Startpunkt haben sie Anfang April geplant. Wer interessiert ist, der kann sich per E-Mail bei den beiden melden.

Bis zur Konzeptänderung wollen Kohl und Stegmaier aber im Kollektiv „weiter Vollgas geben“. So gebe es viele neue Produkte. Außerdem sei die Mainzer Kaffeerösterei „Amori Coffee“ in die Gastro-Ecke gezogen, wo sie die Besucher donnerstags bis samstags mit Kaffee versorgt. Kohl sagt abschließend: „Es ist echt schade, aber wir würden es gerne am Leben erhalten.“ (mm)

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